21. April 2012

Ribéry rettet Bayern-Sieg in Bremen

Bremen (dpa) - Bayern Münchens-B-Elf hat sich bei Werder Bremen mit viel Mühe zu einem 2:1 (1:0)-Sieg gekämpft und damit die Titelentscheidung in der Fußball-Bundesliga zumindest vorerst aufgeschoben.

Werder Bremen - FC Bayern München
Franck Ribéry sorgte mit seinem späten Tor für den Bayern-Sieg in Bremen. Foto: Julian Stratenschulte
dpa

Vier Tage vor dem Halbfinal-Rückspiel in der Champions League bei Real Madrid schonte Trainer Jupp Heynckes wie angekündigt seine Topstars, erst der eingewechselte Franck Ribéry drehte die Partie. Die ersatzgeschwächte Elf von Trainer Thomas Schaaf ist nun seit sieben Partien sieglos. «Es ist Qualität eingewechselt worden», sagte Nationaltorhüter Manuel Neuer. Die ersatzgeschwächte Elf von Trainer Thomas Schaaf ist nun seit sieben Partien sieglos. «Das war in Ordnung, was meine Mannschaft unter diesem Umständen gezeigt hat», sagte der Werder-Coach, «aber ich bin traurig, dass wir nichts dafür bekommen».

Vor 42 100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion gingen die Gastgeber durch Naldo (51.) in Führung. Der Brasilianer wurde aber zur unglücklichen Figur, als er eine Flanke von Ribéry (75.) ins eigene Tor schoss. Der Franzose schoss mit einem Alleingang in der 90. Minute den Sieg heraus. «Eigentlich kann ich sehr zufrieden sein mit dem Engagement und der Einstellung, wir hatten schon in der ersten Halbzeit die klareren Torchancen», sagte Heynckes, «aber Bremen hat es uns schwer gemacht.» Der Erfolg sei wichtig: «Jetzt fahren wir mit Moral und Sicherheit im Gepäck nach Madrid. Ich bin optimistisch.»

Dass der 92. Nord-Süd-Klassiker kein Schmankerl werden würde wie vor vier Jahren, als der Bundesliga-Erste gegen den Zweiten spielte, zeigten schon die Aufstellungen beider Teams. Reservisten wie Nils Petersen, Takashi Usami und Diego Contento bekamen von Heynckes eine Chance. Die Innenverteidigung bildeten Luiz Gustavo und Anatoli Timoschtschuk für den gesperrten Holger Badstuber und den geschonten Jérome Boateng. Die bekamen jedoch zu Beginn der nicht auf hohem Niveau stehenden Partie kaum etwas zu tun. Zu wenig lief bei Werder zusammen, ein Fehlpass reihte sich an den nächsten.

Bereits in der zweiten Minute hatte Petersen die Führung auf dem Fuß, doch der Stürmer war so überrascht von der guten Flanke von Usami, dass er frei stehend vor Torhüter Tim Wiese nichts zustande brachte. Bei drei gesperrten (Clemens Fritz, Sebastian Bönisch und Sokrates) und fünf verletzten Profis musste Schaaf komplett umstellen. Ein Spielfluss zwischen dem erstmals seit dreieinhalb Monaten wieder gesunden Aaron Hunt und den Spitzen Claudio Pizarro und Markus Rosenberg entwickelte sich erst spät.

Große Sicherheit strahlte Manuel Neuer aus, der gegen die zwischenzeitlich frecher agierenden Bremer ganz cool blieb. Kurz vor der Pause hatte Petersen seine dritte hochkarätige Möglichkeit, doch der Ex-Cottbuser traf die Latte. Und bei Thomas Müllers Schuss hatte der starke Wiese eine Hand am Ball.

Werder ließ sich jedoch nicht unterkriegen und kam immer besser ins Spiel. Zwar verpasste Pizarro (50.) nur knapp vor Neuer, doch bei der nächsten Ecke durch Zlatko Junuzovic verlängerte der mit seinem Abschied von der Weser liebäugelnde Peruaner auf Naldo, der sicher einköpfte. Wenig später wechselte Heynckes Ribéry, Gomez und Kroos ein. Der schnelle Franzose erzwang mit einem Flankenlauf und einem strammen Pass in den Strafraum das Eigentor von Naldo. In der Schlussminute drehte der Ausnahmespieler mit einem Alleingang die Partie.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 36,6 - 63,4

Torschüsse: 16 - 15

gew. Zweikämpfe in %: 50,4 - 49,6

Fouls: 15 - 11

Ecken: 4 - 2

Quelle: optasports.com

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