30. April 2012

Was ist los bei Hertha BSC und dem 1. FC Köln?

Berlin (dpa) - Der 1. FC Köln und Hertha BSC wollen am Samstag den direkten Abstieg aus der Fußball-Bundesliga vermeiden. Vor dem Fernduell um den Relegationsrang beschreibt die Nachrichtenagentur dpa täglich die Lage bei den Clubs.

Ex-Trainer
Ex-Hertha-Coach Jürgen Röber sieht die Schuld für die Hertha-Misere bei den Spielern. Foto: Achim Scheidemann
dpa

1. FC KÖLN (Platz 16, 30 Punkte, 38:71): Fünf Tage vor der entscheidenden Partie gegen Bayern München verkündeten die Domstädter den Wechsel von Lukas Podolski zum FC Arsenal. Er habe sich nicht gegen den FC, sondern «für diese tolle Chance in meiner sportlichen Laufbahn entschieden», erklärte Podolski nach dem lange erwarteten Schritt.

Vorher will er helfen, den fünften direkten Abstieg zu verhindern. Seine Kollegen ließen gedämpften Optimismus erkennen. «Es gibt sicher leichtere Aufgaben. Doch es kann eine Chance für uns sein, dass man in diesem Spiel nicht mit uns rechnet», sagte Kölns Linksverteidiger Christian Eichner am Montag. «Wir müssen versuchen, den Druck abzulegen und Bayern zu schlagen.» Der defensive Mittelfeldmann Sascha Riether unterstrich: «Für uns geht es um Alles.»

HERTHA BSC (Platz 17, 28 Punkte, 35:63): Berlins Ex-Coach Jürgen Röber sieht für den Absturz die Profis in der Verantwortung und nicht die Trainer Markus Babbel, Michael Skibbe und Otto Rehhagel, die Hertha BSC in dieser Saison betreuten. «Schief gelaufen ist die Einstellung der Spieler. Wenn man sieht, wie man in die Rückrunde reingeht und dann die Heimspiele so gestaltet, dann muss man sich nicht wundern, dass man in eine so prekäre Situation kommt», erklärte Röber in einem Interview mit dem Info-Radio des RBB.

Jetzt rumzujammern, man habe kein Selbstvertrauen, das bringe nichts. «Das ist so, weil sie sich selbst in die Situation reingebracht haben. Das liegt schließlich und endlich alleine an den Spielern», meinte Röber. Trotzdem sieht er noch eine Chance für Hertha, am Samstag zu gewinnen: «Hoffenheim ist keine Truppe, die am letzten Spieltag noch alles geben wird.» Herthas Abwehrchef Lewan Kobiaschwili gelobte Besserung: «Gegen Hoffenheim müssen wir ganz anders auftreten als auf Schalke. Das wissen wir.»

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