13. Mai 2012

ALBA droht früher Knockout - Bamberg auf Kurs

Frankfurt/Main (dpa) - Ausgerechnet gegen einen Aufsteiger droht Vizemeister ALBA Berlin das frühzeitige Aus in den Playoffs der Basketball-Bundesliga. Auch der FC Bayern München bangt kräftig um das Halbfinale, Titelverteidiger Bamberg hält hingegen Kurs.

Unterlegen
Albas Spielmacher DaShaun Wood (l) hatte gegen die Würzburger um Alex King das Nachsehen. Foto: Sebastian Kahnert
dpa

Die Berliner verloren in eigener Halle gegen die Baskets Würzburg mit 84:91 (45:43) und liegen vor dem Auswärtsmatch am Dienstag mit 1:2 in der Serie im Hintertreffen. Mit einem Heimsieg könnten die Würzburger den Einzug ins Halbfinale bereits perfekt machen. «Wir hatten der Würzburger Intensität nichts entgegen zu setzen», gab ALBA-Trainer Gordon Herbert nach der Partie zu. «Würzburg war defensiv und offensiv besser als wir heute.»

Auch die gut aufgelegten DaShaun Wood mit 20 und Derrick Allen mit 19 Punkten konnten die ALBA-Pleite nicht verhindern. John Little war mit 20 Zählern bester Würzburger Werfer vor 10 044 Zuschauern, er holte außerdem acht Rebounds. «Ich bin sehr stolz, aber die Serie ist noch nicht vorbei», sagte sein Trainer John Patrick.

Berlins Nationalspieler Heiko Schaffartzik gab sich kämpferisch: «Die Chancen stehen 50:50. Wir sind ALBA Berlin. Wir stehen mit dem Rücken zur Wand und müssen das Spiel gewinnen», sagte er.

Am selben Tag könnte auch Titelverteidiger Bamberg den Einzug ins Halbfinale perfekt machen. In einem wahren Dreier-Festival gewannen die Brose Baskets die dritte Viertelfinalpartie gegen die Telekom Baskets Bonn mit 102:92 (51:45) und führen mit 2:1. Den Bambergern half vor allem ihre beeindruckende Quote bei Distanzwürfen: 15 von 20 Dreier-Versuchen landeten im Korb - Bonn traf immerhin 13 von 24.

Weil sein Team zwischendurch schon deutlicher führte, war Bambergs Trainer Chris Fleming aber nicht restlos zufrieden: «Wenn wir mit 18 Punkten in Front sind, dann müssen wir die Türe zumachen», sagte er. «Wir dürfen uns dann nicht ausruhen.» Erfolgreichste Werfer der Gastgeber waren Anthony Tucker und Tibor Pleiß mit je 18 Punkten. Für Bonn trafen Tony Gaffney (22) und Benas Veikalas (21) am besten.

Auch ohne Spielmacher David Holston hatten die Artland Dragons zuvor den FC Bayern München mit 83:67 (44:24) besiegt und führen in der Serie nun ebenfalls mit 2:1. Bester Werfer bei den Gastgebern war in Quakenbrück Anthony Hilliard mit 20 Zählern. Bei den Bayern überzeugte Je'Kel Foster mit 15 Punkten. Für das möglicherweise entscheidende Spiel in München kann Dragons-Trainer Stefan Koch aber wieder auf seinen Spielmacher setzen, der wegen einer Tätlichkeit für eine Partie gesperrt worden war. «Ich bin froh darüber, dass wir David Holston am Dienstag wieder dabei haben», sagte er.

Aber die Bayern geben noch nicht auf. «Solche Situationen gibt es in den Playoffs immer wieder, und wir werden die richtige Reaktion zeigen», kündigte Trainer Dirk Bauermann an. «Wir wollen am Dienstag auf jeden Fall dafür sorgen, dass es zu einem fünften Spiel kommt.»

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