17. Januar 2013

Armstrong-Geständnis: IOC will Olympia-Medaille zurück

Berlin (dpa) - Lance Armstrong dürfte bei einem Doping-Geständnis seine olympische Bronzemedaille von 2000 verlieren. Das kündigte der Sprecher der Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Mark Adams, in der Zeitung «USA Today» an.

Dritter
Bei Olympia 2000 in Sydney gewann Lance Armstrong (r) die Bronzemedaille. Foto: Gero Breloer
dpa

«Wenn Armstrong zugibt, betrogen zu haben, dann werden wir die Medaille zurückfordern, so wie wir es bei jedem Sportler machen würden», sagte Adams dem Blatt. Der des Doping überführte und inzwischen offenbar geständige Ex-Radprofi hatte bei den Spielen in Sydney im Einzelzeitfahren hinter dem Russen Wjatscheslaw Jekimow und Jan Ullrich Bronze gewonnen.

Spekulationen um einen möglichen Ausschluss des Radsports von den Olympischen Spielen trat Adams entgegen. Es sei noch zu früh, um über einen derart drastischen Schritt nachzudenken, meinte der Sprecher.

IOC-Mitglied Richard Pound hat jüngst eine Verbannung der Sportart von den Sommerspielen als mögliches Szenario beschrieben, sollte hohen Funktionären des Radsport-Weltverbandes UCI Mitwisserschaft bei Armstrongs Dopingvergehen und Vertuschung nachgewiesen werden.

Bericht «USA Today»

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