28. April 2012

BBL: Gießen 46ers zweiter Absteiger - Bonn in Playoffs

Hagen (dpa) - Die LTi Gießen 46ers stehen als zweiter Absteiger aus der Basketball Bundesliga fest. Die Hessen, die seit 45 Jahren und sechs Monaten ununterbrochen der Eliteklasse angehörten, verloren das Kellerduell bei Phoenix Hagen mit 72:85 (33:45).

Abgestiegen
Koko Archibong ist mit den LTi Giessen 46ers sportlich abgestiegen. Foto: Sebastian Kahnert
dpa

Damit muss Gießen wie die BG Göttingen den bitteren Gang ins Unterhaus antreten. Nur eine Wildcard, über deren Vergabe die Liga aber erst später entscheiden will, könnte den Bundesliga-Dino noch retten. Den letzten Playoff-Platz sicherten sich die Telekom Baskets Bonn. Die Rheinländer deklassierten den direkten Konkurrenten Fraport Skyliners Frankfurt mit 81:62 (42:30).

Die Bonner treffen in der am kommenden Wochenende beginnenden K.o.-Runde damit auf den Hauptrundenersten und Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg. Das Überraschungsteam von ratiopharm Ulm, das sich durch ein 91:65 gegen Würzburg Platz zwei vor ALBA Berlin sicherte, bekommt es mit den New Yorker Phantoms Braunschweig zu tun. Außerdem spielen ALBA gegen Würzburg und die Artland Dragons gegen Bayern München.

Hagen legte im Kellerduell einen Traumstart hin. Die Gastgeber zogen schnell auf 12:0 davon und verwandelten die heimische Arena damit in ein Tollhaus. Vor allem von außen traf das Team von Trainer Ingo Freyer anfangs hochprozentig und ließ die Gäste damit zu keiner Ziel den Anschluss finden. Bester Werfer bei Hagen war Zygimantas Jonusas mit 23 Punkten.

Die Gießener müssen jetzt darauf hoffen, dass sich die Liga wie schon in der Vergangenheit mehrmals geschehen, dazu entschließt, eine Wildcard zu vergeben. Dies ist möglich, weil aus der zweiten Liga nur der Mitteldeutsche BC die Lizenz für die erste Liga erhalten hat. Der MBC machte die Rückkehr in die Bundesliga durch den dritten Sieg im Playoff-Halbfinale gegen Crailsheim perfekt.

Im Bonner Telekom Dome stellten die Hausherren mit einem starken zweiten Viertel die Weichen auf Sieg und damit in Richtung Playoffs. Nachdem es nach dem ersten Abschnitt lediglich 23:21 für die Rheinländer gestanden hatte, drehten die Bonner danach auf und gingen mit einer Zwölf-Punkte-Führung (42:30) in die Pause. Die Frankfurter erholten sich davon nicht mehr.

Topfavorit Bamberg feierte zum Hauptrunden-Abschluss noch einmal einen Kantersieg. Gegen den BBC Bayreuth setzte sich der Pokalsieger mit 102:65 durch. PJ Tucker überragte mit 25 Punkten und elf Rebounds.

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