23. September 2014

BVB, VfB, HSV, Hertha: Personalsuche in der Krise

Düsseldorf (dpa) - Vier Traditionsstandorte, vier Problemzonen - der Mittwoch steht in der Fußball-Bundesliga im Zeichen der Krisenbewältigung.

Angespannt
VfB-Trainer Armin Veh spürt die Unruhe in Stuttgart. Foto: Bernd Weißbrod
dpa

Borussia Dortmund plagen weiter große Personalsorgen, beim VfB Stuttgart, dem Hamburger SV und bei Hertha BSC werden vor dem 5. Spieltag Wege zum heiß ersehnten ersten Sieg gesucht. In Stuttgart setzt Spielern und Verantwortlichen seit dem 0:2 gegen Hoffenheim die miserable Stimmung im Umfeld schwer zu.

«Ich bin ja ein Gefühlsmensch, ich bin ja kein eiskalter Engel. Ich spüre natürlich, dass es hier überall unruhig ist», sagte VfB-Trainer Armin Veh vor dem Auftritt bei Borussia Dortmund (20.00 Uhr). Ein Punkt und ein Tor, fünf Monate ohne Sieg und der gerade so vermiedene Abstieg brachten die Fans auf die Barrikaden. Zur Zielscheibe der Kritik wurden Torjäger Vedad Ibisevic und Sportvorstand Fredi Bobic, dessen Rücktritt gefordert wird.

Der zu Saisonbeginn zurückgekehrte Meistermacher von 2007 macht einen besonnenen Eindruck. Seine Aufgabe sei es, positives Denken zu vermitteln. «Selbstmitleid ist ein schlechter Begleiter. Nur wir können uns da rausziehen», betonte der Fußball-Lehrer, für den die Vorzeichen für Dortmund recht simpel sind: «Aus psychologischer Sicht können wir nur gewinnen. Für uns wäre es eine richtig geile Kiste, wenn wir da was reißen könnten.»

Das wird schwierig genug. Vergangene Saison gab es ein 1:6, davor ein 0:0 und das legendäre 4:4. Der bis dato letzte Sieg gelang am 4. Februar 2007 mit 1:0. Trainer war damals Armin Veh, der drei Monate später Meister wurde - längst vergangene Zeiten. Nun muss der 53-Jährige auch noch auf Alexandru Maxim verzichten. Ibisevic, der gegen Hoffenheim krank fehlte, nehme er trotzdem mit, «weil er unbedingt will».

Mit massiven Personalproblemen hat auch Jürgen Klopp seit Wochen zu kämpfen. Neun Ausfälle waren es beim 0:2 in seinem Rekordspiel als BVB-Trainer in Mainz, wo sich auch noch Henrich Mchitarjan (Bandausriss in der Fußwurzel) verletzte. Gegen den VfB soll Neven Subotic in die Innenverteidigung zurückkehren, möglicherweise steht auch Weltmeister Mats Hummels wieder im Kader.

Auch HSV-Coach und Klopp-Kumpel Joe Zinnbauer hat im Spiel bei Borussia Mönchengladbach nicht alle Mann an Bord. Aber Kapitän Rafael van der Vaart, Marcell Jansen und Ivo Ilicevic fehlten schon beim ermutigenden 0:0 gegen den FC Bayern am vergangenen Wochenende. Schwachstelle ist die Offensive. Dass im Borussia-Park der erste Hamburger Saisontreffer fällt, will Gladbachs Granit Xhaka verhindern. «Wir wollen dafür sorgen, dass der HSV weiter torlos bleibt», sagte der Schweizer WM-Teilnehmer.

Die Stimmung in der Hauptstadt war auch schon mal besser. Zwei Punkte lautet die magere Bilanz, und nun kommt der VfL Wolfsburg mit dem 4:1 gegen Leverkusen als Empfehlung. Gegen die «Wölfe» verloren die Berliner die letzten beiden Heimspiele deutlich.

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