11. April 2012

BVB wehrt Bayern-Angriff mit 1:0 im Gipfeltreffen ab

Berlin (dpa) - Borussia Dortmund hat den Angriff des FC Bayern München bravourös abgewehrt und einen Meilenstein im Meisterrennen der Fußball-Bundesliga gesetzt. Beim 1:0 (0:0) im Duell der Topclubs schoss Robert Lewandowski (77. Minute) den verdienten Erfolg heraus.

Emotionen
Der Dortmunder Robert Lewandowski schoss Dortmund mit dem 1:0 ins Glück. Foto: Roland Weihrauch
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Geschlagen
Bayern-Torwart Manuel Neuer kann den Rückstand nicht verhindern. Foto: Federico Gambarini
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Gehalten
Roman Weidenfeller (r) hält den Elfmeter gegen Arjen Robben. Foto: Federico Gambarini
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Gestürzt
Dortmunds Sebastian Kehl (l) und Bayerns Arjen Robben kamen im Zweikampf zu Fall. Foto: Bernd Thissen
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Borussia Dortmund - FC Bayern München
Der Dortmunder Kevin Großkreutz (l) geht auf den am Boden sitzenden Arjen Robben zu. Foto: Roland Weihrauch
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Arjen Robben (85.) vergab kurz vor Schluss einen Foulelfmeter. Damit geht der Titelverteidiger aus Dortmund bei vier ausstehenden Spielen mit sechs Punkten Vorsprung auf den Rekordmeister in den Endspurt.

Im Kampf gegen den Abstieg zeigte der Hamburger SV bei der 0:4 (0:2)-Klatsche bei 1899 Hoffenheim keine erstligareife Leistung und bleibt tief in der gefährdeten Zone. Mit einem lockeren 4:1 (3:0) gegen den Champions-League-Aspiranten FC Schalke 04 steht der 1. FC Nürnberg kurz vor der Rettung. Der 1. FC Kaiserslautern ist nach dem 1:3 (1:1) bei Bayer Leverkusen hingegen so gut wie abgestiegen. Hannover 96 bleibt durch das 2:0 (1:0) gegen VfL Wolfsburg die Nummer Eins im Norden und auf Europa-League-Kurs.

In Dortmund lenkte Lewandowski einen Schuss von Kevin Großkreutz mit der Hacke zum vielumjubelten Tor des Abends ins Netz. Über das gesamte Spiel hatte der BVB vor 80 720 Zuschauern die besseren Chancen. Nationaltorwart Manuel Neuer parierte aus kurzer Distanz gegen Großkreutz (6.), Lewandowski (37.) traf per Kopf nur den Pfosten. Dortmunds Torwart Roman Weidenfeller parierte den schwach geschossenen Strafstoß von Robben, nachdem er den Niederländer gefoult hatte. «Ich fand es am Ende hochverdient und bin sehr glücklich», frohlockte BVB-Trainer Jürgen Klopp nach dem vierten Sieg gegen die Bayern in Serie, «die letzten Minuten waren unglaublich.»

Für den HSV nimmt die Lage nur dank der Niederlagen von Augsburg, Köln und Hertha keine noch bedrohlicheren Züge an. Nach dem ungenügenden Auftritt in Sinsheim beträgt das Polster auf Relegationsrang 16 und den 1. FC Köln weiter zwei Punkte. Die Treffer für Hoffenheim erzielten Jannik Vestergaard (17.), Sejad Salihovic (25./Foulelfmeter), Fabian Johnson (51.) und Sven Schipplock (59.). Mit dem dritten Erfolg in den vergangenen vier Spielen darf Hoffenheim als Neunter in Richtung der Europa-League-Plätze schielen.

Durch den Premierensieg unter dem neuen Trainerduo Sami Hyypiä/Sascha Lewandowski stoppte Leverkusen den freien Fall und sicherte sich eine gute Ausgangslage für den Einzug in den internationalen Wettbewerb. Gegen den Tabellenletzten aus Kaiserslautern traf Stefan Kießling nach 24 Sekunden und stellte die Bestmarke für das schnellste Saisontor von Bayerns Mario Gomez ein. Simon Rolfes (57.) und Stefan Reinartz (69.) schossen nach dem Ausgleich von Julian Derstroff (42.) den ersten Erfolg seit Anfang März heraus. Lautern muss bei neun Zählern Rückstand auf Köln seine Planungen für die zweite Liga vorantreiben.

Im Gegensatz zu den Roten Teufeln entledigte sich Nürnberg mit dem ersten Dreier nach fünf Partien ohne Sieg gegen Schalke fast aller Abstiegssorgen. Hanno Balitsch (25.), Timmy Simons (37.) per Foulelfmeter und Daniel Didavi (45./87.) sorgten für den nie gefährdeten Erfolg, nach dem der FCN nun sechs Punkte vor dem 16. Platz rangiert. Für den Revierclub traf Lewis Holtby (85.). Im Gegensatz zum 4:0-Erfolg im Hinspiel präsentierte sich Schalke komplett indisponiert und verpasste einen großen Schritt im Kampf um die direkte Qualifikation zur Champions League. Der Revierclub liegt vier Zähler vor Borussia Mönchengladbach auf dem dritten Rang.

Im direkten Niedersachsen-Duell um die Europa-League-Plätze setzte sich Hannover von Wolfsburg ab und rückte auf Platz sieben vor. Nachdem Ya Konan (34.) eine große Chance ausließ, erzielte Mame Biram Diouf (44.) mit dem sechsten Ligator seit seiner Verpflichtung im Winter die glückliche Führung. Ya Konan (77.) sorgte für die Entscheidung.

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