22. April 2012

Berlin Volleys holen deutsche Meisterschaft

Unterhaching (dpa) - In den letzten Meisterschafts-Minuten hatten die Berlin Volleys im entscheidenden Spiel bei Generali Haching die besseren Nerven und sicherten sich zum vierten Mal die deutsche Volleyball-Krone.

Meisterlich
Da ist das Ding: Die Berlin Volleys feiern die deutsche Meisterschaft. Foto: Tobias Hase
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Jubel
Nach Spielende kannte der Berliner Jubel keine Grenzen mehr. Foto: Tobias Hase
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Punktgewinn
Punktgewinn! Berlins Trainer Mark Lebedew ballt die Faust. Foto: Tobias Hase
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Sportsmen
Hachings Trainer Mihai Paduretu (l) gratuliert Lebedew zum Titel. Foto: Tobias Hase
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Unterlegen
Hachings Roy Friedrich sitzt enttäuscht auf dem Hallenboden. Foto: Tobias Hase
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Nach zwei abgewehrten Matchbällen drehte Berlin dank vier Punkten in Serie das Match und gewann nach 1993, 2003 und 2004 erneut die deutsche Meisterschaft. Im fünften Spiel der Finalserie setzten sich die Hauptstädter in Unterhaching mit 3:2 (31:29, 22:25, 21:25, 25:18, 16:14) durch. Damit gewann Berlin das Playoff-Finale mit 3:2 Siegen. Haching verpasste nach zwei Finalniederlagen 2009 und 2010 zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren nur knapp die Meisterschaft.

«Es war ein sehr harter Kampf, aber wir haben es verdient», sagte der erleichterte Berliner Coach Mark Lebedew nach dem mehr als zweistündigen Volleyball-Krimi. Vor 1512 Zuschauern sahen die Gäste beim Stand von 12:14 im entscheidenden fünften Satz schon wie der Verlierer aus. Doch die Hauptstädter behielten die Nerven, wehrten die beiden Matchbälle ab und verwandelten gleich ihren ersten zum 16:14. «Es ist ein bisschen schade, dass nur einer Meister sein darf», sagte Lebedew nach dem ausgeglichenen Match. «Aber ich bin glücklich, dass es wir sind.»

Im ersten Satz hatten die Berliner bereits vier Satzbälle abgewehrt, ehe sie den Durchgang knapp für sich entschieden. Nach zwei verlorenen Sätzen drehten sie noch einmal auf und machten den Sack zu. Anschließend ließen sie sich von ihren rund 100 mitgereisten Fans feiern.

Die Gastgeber konnten ihre Niederlage auch Minuten nach dem letzten Punkt noch nicht fassen. «Es ist die größte Enttäuschung, die man als Trainer oder als Spieler erleben kann», sagte Generali-Coach Mihai Paduretu. «Ich habe bis zum Schluss daran geglaubt, dass wir gewinnen können».

In den vorangegangenen Playoff-Spielen hatte seine Mannschaft die Berliner vor heimischer Kulisse noch zweimal deutlich geschlagen. Mit zwei Heimsiegen hielten die Volleys das Finale offen und machten mit dem ersten Auswärtssieg der Finalserie den Titel perfekt. Im Halbfinale hatte Berlin den Serienmeister VfB Friedrichshafen rausgeworfen, der die vergangenen sieben Meisterschaften für sich entschieden hatte.

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