07. Dezember 2012

Dämpfer für Lautern - Pleite für Sandhausen

München (dpa) - Der 1. FC Kaiserslautern hat den Abstand zu den direkten Aufstiegsplätzen in der 2. Fußball-Bundesliga nicht verkürzen können. Die Pfälzer kassierten zum Rückrundenauftakt am Freitagabend beim 0:2 (0:1) auswärts gegen Union Berlin ihre zweite Saisonniederlage.

Torjubel
Unions Spieler bejubeln hinter einem bedrückten Lauterer das 1:0. Foto: Hannibal
dpa

Lautern rangiert weiterhin vier Punkte hinter dem Tabellenzweiten Hertha BSC. Der FSV Frankfurt wurde seiner Favoritenrolle gegen den Vorletzten SV Sandhausen durch einen 3:1 (2:0)-Sieg gerecht und sprang zumindest vorübergehend auf Rang sechs. Abstiegskandidat MSV Duisburg gewann beim VfR Aalen mit 1:0 (0:0).

Der Tabellendritte aus Kaiserslautern vergab die große Chance, im Fernduell mit Tabellenführer Eintracht Braunschweig (am Montag in Köln) und Hertha (am Samstag in Paderborn) vorzulegen. Obwohl sich die FCK-Kicker das fest vorgenommen hatten. «Wir müssen es auf dem Platz zeigen, und das haben wir nicht geschafft», klagte Alexander Bugera. Trainer Franco Foda erkannte: «Das war insgesamt zu wenig.»

In einem kurzweiligen wie umkämpften Spiel An der alten Försterei vergab Fodas Team zunächst einige gute Gelegenheiten, ehe Union-Stürmer Simon Terodde die Gastgeber in Führung brachte (43. Spielminute) - und mit einem sehenswerten Seitfallzieher nach der Pause seinen zweiten Treffer nachlegte (66.). «Man hat gesehen, wozu wir fähig sind», bilanzierte der Torschütze.

Für Hans-Jürgen Boysen, dem neuen Trainer des Abstiegskandidaten aus Sandhausen, bedeutete das 1:3 in Frankfurt die erste Niederlage im vierten Spiel seit seiner Amtsübernahme. Ein Doppelschlag des FSV durch John Verhoek (2.) und Jutae Yun (13.) brachte die Gäste auf schwerem Geläuf nach dem Wintereinbruch frühzeitig auf die Verliererstraße. Boysens Truppe zeigte sich zu harmlos für Auswärtspunkte. David Ulm (64.) machte Sandhausen zwar noch mal kurz Hoffnung, dann aber traf Edmond Kapllani (83.) zum 3:1.

Im Keller durfte sich der Langzeit-Tabellenletzte aus Duisburg über drei wichtige Zähler in Aalen freuen, durch die die «Zebras» den Abstand auf den Relegationsrang weiter vergrößern konnten. «Uns fällt ein riesiger Stein vom Herzen», bekannte MSV-Profi Julian Koch. Kevin Wolze (84.) gelang das späte Siegtor, er meinte: «Es gibt nicht Schöneres, als in so einem Spiel zu treffen.» Der starke Aufsteiger aus Aalen hatte zuvor allerdings erhebliches Pech, dass ein Treffer von Offensiv-Allrounder Robert Lechleiter (15.) wegen angeblicher Abseitsstellung vom Referee nicht anerkannt worden war.

2. Fußball-Bundesliga

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