04. Mai 2012

Dallas vor dem Aus - Nowitzki: «Mehr Stolz zeigen»

Dallas (dpa) - Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks müssen NBA-Geschichte schreiben, um nicht als erste Mannschaft seit den Miami Heat 2007 als Titelverteidiger in der ersten Playoff-Runde zu scheitern. Nach dem blamablen 79:95 gegen Oklahoma City Thunder brauchen die Mavs vier Siege in Serie.

Heimschwäche
Nach der Demontage schleichen Dirk Nowitzki (l) und Jason Terry aus der Halle. Foto: Larry W. Smith
dpa
> zur Bildergalerie
Nachgesetzt
Zu selten gelang den Mavericks mit Nowitzki in der Offensive der Rebound. Foto: Larry W. Smith
dpa
> zur Bildergalerie
Umringt
Zudem musste der Würzburger oft aus der Not heraus abschließen. Foto: Larry W. Smith
dpa
> zur Bildergalerie
Besser
Mavericks bester Verteidiger Shawn Marion (l) kann Kevin Durant nicht kontrollieren. Foto: LArry W. Smith
dpa
> zur Bildergalerie
Übernahme
Durant hat in fremder Halle keine Probleme seine Stärke zu demonstrieren. Foto: Larry W. Smith
dpa
> zur Bildergalerie

«Wir haben zu einem ungünstigen Zeitpunkt abgestunken», sagte Nowitzki niedergeschlagen in der heimischen Halle. Noch nie in der NBA-Geschichte gelang es einer Mannschaft, einen 0:3-Rückstand in einer «best of seven»-Serie zu drehen.

Der dürftige Auftritt gibt Anlass zur Sorge, dass die Heimpartie gegen das Team um Kevin Durant das letzte der Saison ist und die Texaner frühzeitig ihren Urlaub antreten können. Der deutsche Superstar war zwar mit 17 Punkten erneut bester Werfer seines Teams, passte sich insgesamt aber nahtlos den enttäuschenden Leistungen seiner Mitspieler ab.

«Es bringt nichts, jetzt daran zu denken, ob wir vier Spiele in Serie gewinnen können. Wir müssen erst einmal ein Spiel gewinnen. Und wir müssen mehr Stolz zeigen», erklärte der Würzburger. Bei den ersten beiden knappen Niederlagen boten die Texaner beim favorisierten Herausforderer Duelle auf Augenhöhe. Im heimischen American Airline Center aber hatten Nowitzki und Co. nicht den Hauch einer Chance. «Das war katastrophal», klagte der deutsche Superstar.

«Wir dürfen uns jetzt nicht ins Schneckenhäuschen zurückziehen. Die Thunder haben uns den Hintern versohlt. Wir müssen uns wehren», meinte Jason Terry. 75:57 führte Oklahoma nach 35 Minuten. Am Ende brachte Dallas noch einen 10:0-Lauf zustande. Der war nicht mehr als bloße Ergebniskosmetik. Der Champion war zusammengebrochen, die Trefferquote von 34 Prozent erbärmlich.

Shawn Marion enttäuschte erneut bei den Texanern. Im letzten Jahr noch führte er zusammen mit Nowitzki Dallas zum langersehnten Titel, jetzt zeigte er sich offensiv und defensiv überfordert. Marion sollte die Kreise von Durant stören, doch der Topscorer der City Thunder war mit 31 Punkten der überragende Mann und wurde von Russell Westbrook (20) gut unterstützt. Als Bewacher von Nowitzki glänzte bei Oklahoma Kendrick Perkins. Er entnervte den Würzburger.

Wie die City Thunder stehen in der Eastern Conference die Miami Heat vor dem Einzug in die zweite Playoff-Runde. Bei den New York Knicks gewann der Vizemeister deutlich mit 87:70 und führt mit 3:0. Für die New Yorker war es die 13. Playoff-Niederlage in Serie. LeBron James war mit 32 Punkten bester Schütze des Teams aus Florida. Am Sonntag (Ortszeit) findet die nächste Partie ebenfalls im New Yorker Madison Square Garden statt.

Weitere Artikel aus diesem Ressort
Anzeige
Fußball-Tabellen
Sporttabellen Fußball
Handball-Tabellen
Sporttabellen Handball
Anzeige