13. März 2015

Darmstadt weiter famos - 1860 mit Coup in Fürth

München (dpa) - Der SV Darmstadt 98 lässt im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga nicht locker. Die in dieser Saison so furios aufspielenden Südhessen feierten am Freitagabend einen 5:0 (2:0)-Sieg gegen Union Berlin und sind damit seit 16 Spielen unbesiegt.

Alles klar!
Bochums Michael Gregoritsch (M) jubelt über seinen Treffer zum 4:1-Sieg. Foto: Bernd Thissen
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Torjubel
Der Münchner Torwart Vitus Eicher (l) jubelt zusammen mit Dominik Stahl über das 3:0 gegen Fürth. Foto: Timm Schamberger
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Platzverweis
Schiedsrichter Deniz Aytekin (l) zeigt Union-Torwart Mohamed Amsif nach einem Foul die rote Karte. Foto: Fredrik von Erichsen
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Abserviert
Der Fürther Benedikt Röcker steht nach dem 0:3 regungslos auf dem Rasen. Foto: Timm Schamberger
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Bitter
Philip Heise von Heidenheim wischt sich nach der Niederlage den Schweiss aus dem Gesicht. Foto: Bernd Thissen
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Der Lohn: Auch nach dem 25. Spieltag wird der Aufsteiger unter den Top drei rangieren. Sollte Spitzenreiter Ingolstadt am Sonntag gegen den Karlsruher SC patzen, sind die «Lilien» gar in Schlagdistanz zum Tabellenführer. Im Kampf um den Klassenverbleib landete indes der TSV 1860 München einen wichtigen 3:0 (1:0)-Derbysieg in Fürth. Im dritten Abendspiel gewann der VfL Bochum klar mit 4:1 (2:1) gegen Heidenheim.

In Darmstadt war die Partie praktisch zur Pause entschieden - und das trotz des Fehlens der gelbgesperrten Dominik Stroh-Engel und Jérôme Gondorf: Leon Balogun per Kopf (35.) und Romain Bregerie (45.+2) mit einem Foulelfmeter trafen zur 2:0-Führung, außerdem flog Unions Keeper Mohamed Amsif wegen einer Notbremse vom Platz (45.). «Das war so ein bisschen die Vorentscheidung», sagte Trainer Dirk Schuster und resümierte: «Das war ein absolut verdienter Sieg.»

Milan Ivana (56.) und Kapitän Aytac Sulu per Doppelschlag (80./84.) machten alles klar, schossen Darmstadt zum höchsten Saisonsieg und sorgten für euphorischen Jubel der eigenen Fans. «Das ist schon ein Wahnsinn, was man hier erlebt», meinte Balogun. Unions Christopher Trimmel dagegen klagte: «Wir haben ziemlich alles falsch gemacht.»

In Fürth hatten die Zuschauer länger nichts zu feiern, genau genommen seit dem bis dato letzten Heimsieg Anfang Oktober. Die Erlösung folgte auch im Derby nicht, im Gegenteil: Gegen 1860 zeigten die Franken einmal mehr ihre Schwäche im Angriff und die fehlende Nervenstärke bei einem Rückstand. «Wir werden für das Spiel Schläge erhalten, und denen müssen wir uns stellen», sagte Coach Mike Büskens, dessen Team ein Stück näher an die Abstiegszone rutschte.

Von dort setzten sich die «Löwen» dank der Tore von Krisztian Simon (34.), Korbinian Vollmann (65.) und Daniel Adlung (71.) vorläufig etwas ab. Der Rückstand auf Fürth beträgt nur noch drei Punkte. «Wir haben einen Schritt gemacht, aber noch nichts erreicht», sagte Trainer Thorsten Fröhling. «Aber das war ein schöner Schritt.»

In Bochum brachten Simon Terodde (11.) - der mit seinem 13. Saisontor zu Zweitliga-Topstürmer Rubin Okotie von 1860 München aufschloss - und Stanislav Sestak (20.) die Hausherren früh auf Kurs. Nach dem Anschlusstreffer von Robert Leipertz via Foulelfmeter (41.) wurde es wieder spannend, aber erneut Sestak (71.) und Michael Gregoritsch (74.) machten alles klar für den VfL, der zumindest über Nacht in der Tabelle einen großen Sprung von Rang 13 auf Platz neun machte.

«Wir haben einen guten Schritt gemacht, jetzt brauchen wir nicht mehr nach unten gucken», sagte VfL-Trainer Gertjan Verbeek. In der 83. Minute verschoss Terodde noch einen Elfmeter. «Letztendlich hat sich die Klasse durchgesetzt», räumte Gäste-Coach Frank Schmidt ein.

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