15. Februar 2013

Deutschen Clubs droht in Europa League das Aus

Berlin (dpa) - Dem Bundesliga-Quartett Bayer Leverkusen, Hannover 96, Borussia Mönchengladbach und VfB Stuttgart droht in der Europa League das kollektive Aus.

Daneben
Gladbachs Luuk de Jong ärgert sich über eine vergebene Torchance. Foto: Jonas Güttler
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Remis
Gladbachs Tolga Cigerci (r) und Martin Stranzl ärgern sich über den späten Ausgleich. Foto: Jonas Güttler
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Treffer
Christian Gentner (M) erzielt das 1:0 gegen Genk. Foto: Marijan Murat
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Angespannt
Mit zusammengekniffenen Lippen beobachtet VfB-Trainer Bruno Labbadia das Spiel gegen den KRC Genk. Foto: Marijan Murat
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Gegentor
Benficas Oscar Cardozo trifft zum 1:0 gegen Bayer Leverkusen. Foto: Rolf Vennenbernd
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Gladbach kam vor eigenem Publikum nicht über ein 3:3 (1:0) gegen Lazio Rom hinaus, der VfB musste sich ebenfalls zu Hause mit einem 1:1 (1:0) gegen den KRC Genk begnügen. Leverkusen kassierte eine 0:1 (0:0)-Heimniederlage gegen Benfica Lissabon, Hannover verlor in Moskau 1:3 (1:1) gegen Anschi Machatschkala. Damit stehen die deutschen Vertreter in den Rückspielen in einer Woche vor schwierigen Aufgaben.

Mönchengladbach verpasste an einem völlig verrückten Fußball-Abend mit drei Foulelfmetern, einem Platzverweis und zwei späten Toren einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale. Durch ein Tor von Libor Kozak in der vierten Minute der Nachspielzeit trotzte Lazio dem Bundesligisten noch das Remis ab ab. Mit einem Kunstschuss hatte Juan Arango die Hausherren zuvor auf die Siegerstraße gebracht (88.), doch am Ende jubelten vor allem die Gäste aus Rom, die auf den verletzten Nationalspieler Miroslav Klose verzichten mussten.

Der Borussia dürfte nun in einer Woche in Italien nur mit einem Sieg der erstmaligen Einzug in ein Europacup-Achtelfinale seit 18 Jahren gelingen. Martin Stranzl hatte Gladbach per Foulelfmeter (17.) in Führung gebracht, doch Sergio Floccari (57.) und Kozak (64.) trafen für die Gäste. Nach einem Foul im Strafraum und der zweiten Gelben Karte musste Lazios André Dias vom Feld (68.), den fälligen Strafstoß konnte Stranzl aber nicht im Tor unterbringen. Beim dritten Strafstoß für die Hausherren machte es Thorben Marx besser (84.).

Bei Hanovers Gastspiel auf dem Kunstrasen des Luschniki-Stadions hatte Szabolcs Huszti die Niedersachsen vor nur etwa 10 000 Zuschauern in Führung gebracht (22.). Doch Superstar Samuel Eto'o (34.), Odil Achmedow (48.) und Moubarak Boussoufa (64.) drehten das Spiel zugunsten der Russen. 96-Torwart Ron-Robert Zieler hielt einen von Eto'o (59.) geschossenen Foulelfmeter und verhinderte damit eine noch klarere Niederlage.

In Leverkusen besiegelte Oscar Cardozo mit seinem Treffer nach einem Konter in der 61. Minute die Niederlage für Bayer, das nun schon seit vier Partien sieglos ist.

Auch dem VfB gelang kein Schritt aus der Krise. Christian Gentner brachte die Schwaben mit seinem Tor in der 42. Minute zwar in Führung, doch in den ersten Sekunden der Nachspielzeit schockte Glynor Plet die Schwaben. Nun gehen die Schwaben auch nicht mit dem erhofften Selbstvertrauen in die wegweisende Bundesliga-Partie bei 1899 Hoffenheim am Sonntag. Im Rückspiel am kommenden Donnerstag in Belgien muss der VfB um das Erreichen der nächsten Runde im internationalen Fußball-Geschäft ernsthaft bangen.

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