21. April 2012

Dortmund deutscher Meister - Kaiserslautern steigt ab

Berlin (dpa) - Borussia Dortmund ist zum achten Mal deutscher Fußball-Meister. Die Westfalen machten ihren erneuten Titelgewinn durch einen 2:0 (1:0)-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach perfekt.

Meisterlich
Die BVB-Spieler haben durch den Sieg gegen Gladbach alle Zweifel an der Meisterschaft beseitigt. Foto: Federico Gambarini
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Führung
Ivan Perisic (l) freut sich mit Lukasz Piszczek (r) und Mats Hummels über die BVB-Führung. Foto: Roland Weihrauch
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2:0
Shinji Kagawa (l) überwindet den Gladbacher Torwart Marc-Andre ter Stegen zum 2:0. Foto: Federico Gambarini
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Umzingelt
Der Gladbacher Marco Reus (M) hat es gleich mit drei Dortmundern zu tun. Foto: Bernd Thissen
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Getroffen
Franck Ribéry hatte durch sein spätes Tor für eine Verschiebung der Dortmunder Meisterfeier gesorgt. Foto: Carmen Jaspersen
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Ivan Perisic (23. Minute) und Shinji Kagawa (59.) erzielten vor 80 720 Zuschauern im ausverkauften Dortmunder Stadion die Tore. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp kann damit zwei Spieltage vor Saisonende bei acht Punkten Vorsprung auf den FC Bayern München nicht mehr vom Spitzenrang abgefangen werden. Bislang holte der BVB 1956, 1957, 1963, 1995, 1996, 2002 und 2011 den Titel.

Der 1. FC Kaiserslautern steigt zum dritten Mal nach 1996 und 2006 aus der Bundesliga ab. Zwar beendeten die Pfälzer am 32. Spieltag ihre schwarze Serie und feierten mit dem 2:1 bei Hertha BSC den ersten Sieg seit Oktober 2011, können dem Abstieg bei sieben Zählern Rückstand auf Rang 16 aber nicht mehr entrinnen. Den Relegationsplatz behauptete der 1. FC Köln mit dem 1:1 gegen den VfB Stuttgart.

«Das ganze Leben ist eine Ansammlung von Herausforderungen. Und auch das Spiel heute ist für uns eine Herausforderung», hatte BVB-Coach Klopp nach dem Bayern-Sieg und vor der Partie gegen Gladbach noch gesagt. Um 20.20 Uhr startete dann die schwarz-gelbe Jubelparty. «Unser Erfolg hat nichts damit zu tun, dass andere schwach waren. Wir waren so stark», kommentierte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke die erfolgreiche Titelverteidigung. Die Borussia hat nun auch noch die Chance auf das Double. Im DFB-Pokalfinale trifft die Elf am 12. Mai in Berlin auf Rekordpokalsieger Bayern.

Nationalspieler Mario Götze feierte 18 Minuten vor dem Ende sein Comeback nach langer Verletzungspause. Der Mittelfeldspieler wurde für Kagawa eingewechselt und durfte gegen Gladbach zum ersten Mal seit dem 1. Dezember 2011 wieder auf den Platz.

Im Rennen um die Europa-League-Teilnahme blieb fast alles beim Alten. Der VfB Stuttgart hat nach dem Teilerfolg in Köln als Tabellenfünfter den internationalen Startplatz sicher. Auf den Rängen sechs und sieben folgen Bayer Leverkusen (1:0 bei 1899 Hoffenheim) und Hannover 96, das am Sonntag auf den SC Freiburg trifft. Der Hamburger SV verpasste mit dem 1:1 beim 1. FC Nürnberg einen großen Schritt ans rettende Ufer.

Vier Tage vor dem Halbfinal-Rückspiel der Champions League bei Real Madrid hatte Bayern-Coach Jupp Heynckes in Bremen wie angekündigt seine zweite Garnitur aufgeboten. Die Münchner hielten lange Zeit gut mit, gerieten aber durch einen Treffer von Naldo (51.) ins Hintertreffen. Eine Viertelstunde vor Schluss traf der Brasilianer ins eigene Tor und sorgte damit für den Ausgleich. Der eingewechselte Franck Ribéry (90.) vereitelte mit seinem Siegtreffer die vorzeitige Entscheidung in der Meisterschaft zugunsten des BVB - die fiel dann drei Stunden später in der eigenen Arena in Dortmund.

Mit dem ersten Dreier seit 21 Spielen sendete der 1. FC Kaiserslautern zwar ein Lebenszeichen, den Abstieg konnte das 2:1 bei Hertha BSC aber nicht mehr verhindern. Oliver Kirch (27.) und Andrew Wooten (38.) bescherten FCK-Trainer Krassimir Balakow im sechsten Spiel das erste Erfolgserlebnis. Peter Niemeyer (59.) schaffte nur noch den Anschluss für die Berliner, die nach der zehnten Heimniederlage der Saison näher denn je am Abgrund stehen. 13 Minuten vor dem Ende sah der Berliner Torschütze die Gelb-Rote Karte.

Der Rückstand der Hertha zum 1. FC Köln auf Relegationsplatz 16 wuchs auf zwei Punkte, obwohl den Rheinländern auch im zweiten Spiel unter der Regie von Interimscoach Frank Schaefer das dringend benötigte Erfolgserlebnis nicht gelang. Zwar ging der FC unter dem Jubel seiner Fans durch Slawomir Peszko (50.) in Führung, doch Cacau (71.) rettete der drittbesten Rückrundenelf noch den Punktgewinn.

Der HSV vergab mit der Punkteteilung in Nürnberg die Chance, sich endgültig in Sicherheit zu bringen. Die Hamburger Führung durch den Koreaner Heung-Min Son (59.) glich Daniel Didavi (64.) für den «Club» aus. Mit der Niederlage gegen Bayer Leverkusen verspielte Hoffenheim seine letzte Chance auf die Europa League-Teilnahme. André Schürrle (79.) traf für die Werkself, die das internationale Geschäft fast sicher hat. Den Erfolg fest hielt Bayer-Schlussmann Bernd Leno, der in der 85. Minute einen Handelfmeter von Sejad Salihovic parierte.

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