20. Juli 2013

Erster Härtetest: Bayern glänzt, Dortmund patzt

Mönchengladbach (dpa) - Der FC Bayern München hat unter seinem neuen Trainer Pep Guardiola den ersten Turniersieg der Saison fest im Blick. Das Star-Ensemble besiegte beim hochkarätig besetzten Telekom Cup den Hamburger SV mit einer starken Leistung 4:0 (1:0).

Erfolgreich
Der FC Bayern München gewann locker und leicht gegen den Hamburger SV mit 4:0. Foto: Roland Weihrauch
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Pep Guardiola
Pep Guardiola konnte mit der Leistung seines Starensembles zu frieden sein. Foto: Roland Weihrauch
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Erfolgreich
Die Gladbacher bejubeln das Siegtor durch Filip Daems (l). Foto: Roland Weihrauch
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Im Finale des Vorbereitungswettbewerbs am Sonntag kommt es drei Wochen vor dem Start der Fußball-Bundesliga jedoch nicht zum Gipfeltreffen zwischen dem Triple-Sieger aus München und dem Vize-Meister Borussia Dortmund. Der BVB bestand seinen ersten echten Härtest nicht und unterlag Borussia Mönchengladbach durch den Elfmetertreffer von Filip Daems in der Schlussminute mit 0:1.

Bei ihrem mit viel Spannung erwarteten Auftritt unter Coach Guardiola vor 47 125 Zuschauern im Borussia-Park hielten die Bayern den Erwartungen stand. Jerome Boateng (12. Minute), Mario Mandzukic (41.), Toni Kroos (44.) und Thomas Müller (52.) sorgten mit ihren Toren innerhalb der zweimal 30 Minuten Spielzeit für klare Verhältnisse. «Wir sind zufrieden, wir sind im Finale, wir haben gut gespielt», lobte Guardiola seine Mannschaft beim TV-Sender Sat.1.

Dabei war der verletzte Mario Götze erst gar nicht mitgereist, Bastian Schweinsteiger musste sein Debüt unter dem neuen Trainer verschieben und Manuel Neuer, Arjen Robben, Dante oder Müller saßen zunächst nur auf der Bank. Dafür spielte erstmals Thiago Alcántara im Bayern-Dress - und wie.

Der vor einer Woche vom FC Barcelona verpflichtete spanische Nationalspieler zog im defensiven Mittelfeld die Fäden, glänzte durch Übersicht und seine Pässe. Thiago und Co. hätten einen noch höheren Sieg bejubeln können. Nur Torhüter Jaroslav Drobny bewahrte den HSV vor allem gegen Claudio Pizzarro (11./12./26.) vor weiteren Gegentoren. Die Reaktion von HSV-Trainer Thorsten Fink auf die Bayern-Dominanz: Er wechselte nach dem 0:3 zeitgleich sieben Spieler aus.

Weniger einseitig war zuvor das Duell zwischen Dortmund und Mönchengladbach. Zwar hatten die Hausherren mehr Spielanteile, aber der BVB hatte durch Jonas Hofmann (8./13.) und Marco Reus (58.) die besseren Chancen. Doch BVB-Schlussmann Roman Weidenfeller agierte Sekunden vor dem Ende zu ungestüm gegen Raffael und foulte den Brasilianer im Strafraum. Den folgenden Elfmeter verwandelte Daems sicher. «Wir wollen nicht so früh in der Saison eine Schiri-Diskussion anfangen», sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp über die Entscheidung.

Mönchengladbachs Trainer Lucien Favre lobte derweil sein Team: «Es war eine sehr intensive Leistung. Ich bin mit jedem meiner Spieler zufrieden.» Der Schweizer bot in der Startelf in Max Kruse, Raffael und Christopher Kramer drei Neue auf. Beim BVB war Innenverteidiger Sokratis der einzige Neuzugang. Auf einen Auftritt der Millionen-Einkäufe Henrich Mchitarjan (Sprunggelenk) und Pierre-Emerick Aubameyang (Magen-Darm) musste Klopp verzichten.

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