28. November 2013

Freiburg gewinnt 2:1 in Liberec - Zwischenrunde winkt

Liberec (dpa) - Nach dem ersten Sieg im Europapokal seit mehr als zwölf Jahren hat der SC Freiburg das Weiterkommen in der Europa League wieder in der eigenen Hand.

Auswärtssieg
Freiburgs Torschütze Matthias Ginter (l) lässt sich von Mitspieler Pavel Krmas feiern. Foto: Matej Divizna
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Grätsche
Christian Günter (r) wird von Ondrej Kusnir angegriffen. Foto: Matej Divizna
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Torschütze
Ginter ballt nach seinem Treffer zum 1:0 die Faust. Foto: Matej Divizna
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Abgeschirmt
SC-Profi Nicolai Lorenzoni (r) behauptet den Ball vor Isaac Sackey. Foto: Matej Divizna
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Kopfballtor
Francis Coquelin (M.) brachte den SC Freiburg 2:0 in Führung. Foto: Matej Divizna
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Der Fußball-Bundesligist rackerte sich im vorletzten Gruppenspiel zu einem 2:1 (1:0) bei Slovan Liberec und kann sich nun im abschließenden Heimspiel gegen den FC Sevilla in zwei Wochen den Einzug in die K.o.-Phase sichern. Matthias Ginter (23. Minute) und Francis Coquelin (73.) bescherten den Gästen mit ihren Treffern den ersten Erfolg auf europäischer Bühne seit dem 4:1 gegen den FC St. Gallen in der zweiten UEFA-Cup-Runde am 11. November 2001.

Sergej Rybalkas Anschlusstor (81.) vor 8800 Zuschauern war für den tschechischen Meister von 2012 zu wenig. Damit sind die Freiburger mit nun sechs Zählern punktgleich mit dem Gruppen-Zweiten Liberec, haben aber das direkte Duell gewonnen und wären daher mit einem Sieg gegen Spitzenreiter Sevilla definitiv weiter.

SC-Trainer Christian Streich hatte vor der Partie einen weiteren bitteren Ausfall verkraften müssen. Admir Mehmedi, bislang erfolgreichster Stürmer der Freiburger in dieser Saison, musste wegen Sehnenproblemen im Knie passen. Sechs weitere Profis fehlten ebenfalls verletzt, Nicolas Höfler und Karim Guédé waren gesperrt.

Ohnehin waren die Gäste gewarnt, nachdem sie sich im Hinspiel nach 2:0-Führung noch mit einem 2:2 begnügen mussten. «Liberec ist eine ganz abgezockte Mannschaft. Da müssen wir sehr aufpassen, dass wir uns nicht zu sehr locken lassen», mahnte Streich im TV-Sender Sky.

In der feuchten Kälte des Stadions U Nisy kamen die Breisgauer nach vorsichtigem Beginn besser ins Spiel. In der Defensive ließ die Streich-Elf zunächst nur wenig zu, offensiv aber mangelte es bei einigen Kontern an der Konsequenz. So musste eine Standardsituation helfen. Nach einem Eckball des engagierten Sebastian Kerk bekam Liberec-Torwart Premysl Kovar den Ball nicht richtig zu fassen, Ginter hob die Kugel ins rechte Eck. Zwar stand Freiburgs Pavel Krmas, der noch als Unruhestifter vor dem Tor eingriff, in der Situation leicht Abseits. Doch der Treffer zählte.

Damit waren die Breisgauer plötzlich wieder voll im Geschäft. Slovan erhöhte nun seine Bemühungen. Dzon Delarge verpasste eine Flanke von Ondrej Kusnir nur knapp am Fünfmeterraum der Gäste (33.). David Pavelka hatte mit zwei Schüssen kein Glück (37./39.).

Auch nach dem Seitenwechsel erwischten die Hausherren den besseren Start. Torjäger Michal Rabusic, im Hinspiel einmal erfolgreich, setzte den Ball in der 52. Minute nach schöner Kombination an den Pfosten. Nur fünf Minuten später stand Rabusic erneut völlig frei, verstolperte aber aus Nahdistanz. Der Ausgleich wäre nun völlig verdient gewesen. Liberec war längst die bessere Elf, die Freiburger liefen nur noch hinterher.

Erst nach der Einwechslung von Sebastian Freis als zweiter Stürmer neben Mike Hanke bekamen die Badener wieder mehr Zugriff aufs Spiel. Jetzt störten die Gäste wieder energischer und erkämpften sich die Bälle. Lohn war das 2:0, als Christian Günter flankte und Coquelin per Kopf traf.

Doch es wurde noch einmal spannend, nachdem der sträflich freie Rybalka zum 1:2 traf. Nun warfen die Tschechen alles nach vorn, die Gäste wankten gewaltig. Aber es reichte.

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