01. März 2013

Höfl-Riesch hofft nach mauem Super-G auf Abfahrt

Garmisch-Partenkirchen (dpa) - Mit Platz elf im Super-G hielt sich Maria Höfl-Riesch nicht lange auf. Das erste von drei Weltcup-Rennen in Garmisch-Partenkirchen war noch nicht zu Ende, da richtete die Doppel-Olympiasiegerin schon einen erwartungsfrohen Blick auf die Abfahrt am Samstag.

Schwach
Maria Höfl-Riesch enttäuschte im Super-G in Garmisch-Partenkirchen. Foto: Stephan Jansen
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Zuversicht
Nach kurzem Ärgern konnte Maria Höfl-Riesch mit Blick auf die Abfahrt schon wieder lächeln. Foto: Stephan Jansen
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Überraschung
Tina Weirather aus Liechtenstein feierte den ersten Weltcup-Sieg ihrer Karriere. Foto: Stephan Jansen
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Zufrieden
Julia Mancuso freut sich über ihren zweiten Platz. Foto: Stephan Jansen
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Zeitgleich
Genauso schnell wie Mancuso war die Slowenin Tina Maze. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
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«Ich hoffe schon, da morgen ein Wörtchen um den Sieg, oder zumindest ums Podest mitzureden», sagte die 28-Jährige. «Gewinnen wäre ein Traum. Hier in Garmisch das 25. Mal ganz oben zu stehen, das wäre toll.» Schon zweimal war der Jubiläumssieg im Ski-Weltcup in Reichweite. Beim Slalom in Flachau aber schied die Partenkirchenerin vor der WM mit Kurs auf Bestzeit kurz vor dem Ziel aus - und vergangene Woche schnappte ihr Carolina Ruiz Castillo (Spanien) im französischen Méribel bei der Abfahrt mit ihrem ersten Weltcup-Sieg Platz eins vor der Nase weg. Dass es nicht schon am Freitag zu einem Spitzenresultat reichte, habe aber nichts mit ihrer Magen-Darm-Erkrankung an den beiden Tagen zuvor zu tun gehabt. «Da wo ich die Zeit verloren habe, bin ich auch einfach nicht gut gefahren», erklärte die dreifache WM-Medaillengewinnerin von Schladming.

Besser als alle anderen machte es dagegen Tina Weirather im WM-Ort von 2011. Die 23-Jährige aus Lichtenstein fuhr auf der Kandahar vor den Augen ihrer Eltern zum ersten Weltcup-Sieg ihrer Karriere. «Ich freu mich für sie, weil sie hat echt zu kämpfen gehabt mit ihren Verletzungen», sagte Höfl-Riesch. Zuvor hatte sie die Tochter von Österreichs 1982er Abfahrts-Weltmeister Harti Weirather und der Doppel-Olympiasiegerin Hanni Wenzel (Lichtenstein) umarmt. Die Blumen bei der Siegerehrung zum 40. Weltcup-Sieg in der Familie bekam Tochter Tina dann auch prompt von ihrer Mutter überreicht.

Für Gesamtweltcupsiegerin Tina Maze blieb Rang zwei. Den musste sich die Slowenin zudem mit der Amerikanerin Julia Mancuso teilen und konnte deshalb ihren Vorsprung in der Disziplin-Wertung zwar nicht ausbauen, aber verteidigen. Vor dem vorletzten Super-G der Saison am Sonntag hat Maze weiter 65 Punkte Vorsprung auf Mancuso. «Ich nehme alle Chancen, dann sehen wir, was passiert», sagte Maze, die im Riesenslalom schon nicht mehr einzuholen ist und auch in der Abfahrts-Rangliste hinter der verletzten Lindsey Vonn die besten Chancen hat.

Theoretisch hat auch Viktoria Rebensburg noch Chancen auf eine kleine Kugel, aber nach eigenem Bekunden «keine Ahnung», wie viele Punkte Rückstand sie aufholen müsste. Die Antwort: 150. Nach zwei Jahren als beste Fahrerin im Riesenslalom bleibt die Olympiasiegerin daher wohl in dieser Saison ohne eine Trophäe, ist mit ihren Leistungen aber trotzdem zufrieden. «Ich weiß, dass ich im Super-G konstant vorne mitfahren kann, wenn alles zusammenpasst, das war vor der Saison auch das Ziel», sagte die 23-Jährige nach ihrem zehnten Platz im für den in Val d'Isère ausgefallenen Super-G.

Rebensburg war mit ihrer vierten Super-G-Top-10-Platzierung dieser Saison beste Deutsche. Veronique Hronek sammelte auf Rang 23 Weltcup-Punkte. Lena Dürr kam auf Rang 32.

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