09. April 2014

Kaymer will Krise bei Masters beenden - Langer locker

Augusta (dpa) - Mitten in seiner schwersten sportlichen Krise startet Martin Kaymer in das erste Golf-Major des Jahres. Die Vorzeichen für sein siebtes Masters in Augusta sind denkbar schlecht.

Master-Tipps
Tipps vom Champion: Martin Kaymer (l) und Bernhard Langer auf der Einspielrunde. Foto: Tannen Maury
dpa

Nach dem verpassten Cut am vergangenen Wochenende bei der Houston Open in Texas wird der 29-Jährige nur noch auf Rang 63 der Weltrangliste geführt. Das Ranking sei für ihn erstmal sekundär, behauptet er und versucht, positiv nach vorn zu blicken: «Ich habe viel trainiert und hart gearbeitet. Augusta ist eine große Herausforderung und der erste Höhepunkt des Jahres. Im Tennis haben die Spieler die Grand Slams, auf die sie sich freuen, wir haben die Majors. Ich bin bester Hoffnung.»

Seit 2008 verpasste Kaymer viermal den Cut, stellte seinen Schwung extra für das Prestige-Turnier um und landete danach auf den Plätzen 44 und 35. «Inzwischen weiß ich, wie gut die Stimmung in Augusta auch am Wochenende ist. Die letzten beiden Jahre waren gut», sagte er den «Stuttgarter Nachrichten». Er schlägt am Donnerstag um 08.40 Uhr Ortszeit (14.40 Uhr MESZ) zusammen mit dem Sieger von 1982, Craig Stadler aus den USA, und dessen Landsmann Scott Stallings ab.

Gemeinsam mit dem zweimaligen Masters-Champion Bernhard Langer erkundete Kaymer am total verregneten Montag den leicht umgestalteten Platz. Nach heftigen Winterstürmen mussten viele Bäume gefällt werden, darunter auch der 125 Jahre alte, berühmte Eisenhower-Tree am 17. Fairway.

Der auf der Senior Tour bestens ins Jahr gestartete Langer könnte Geschichte schreiben und den damals 46-jährigen Jack Nicklaus als ältesten Masters-Sieger ablösen. Wegen seiner Siege 1985 und 1993 hat Langer lebenslanges Startrecht an der Magnolia Lane. Sein 31. Auftritt beginnt um 12.53 Uhr (18.53 Uhr MESZ) mit seinen Spielpartnern Francesco Molinari (Italien) und Chris Kirk (USA). Zu den Favoriten auf das legendäre 78. Grüne Jackett gehören die Deutschen indes nicht, auch wenn der erfahrene Anhausener im vergangenen Jahr bis zum dürftigen Abschlusstag für Furore sorgte.

Das erste Mal seit 1994 wird der am Rücken operierte Tiger Woods die mit acht Millionen Dollar dotierte Veranstaltung verpassen. «Es ist ein komisches Gefühl, wenn Tiger nicht da ist», sagte der dreimalige Sieger Phil Mickelson. «Der Tiger zieht die meisten Menschen an, er ist der Mittelpunkt der PGA Tour, und wir alle wünschen uns, dass er gesund zurückkommt. Aber dies ist das Masters, und es wird nicht leiden. Es ist aufregend», sagte Geheimfavorit Matt Kuchar.

Für die Buchmacher sind der australische Titelverteidiger Adam Scott und die ehemalige Nummer 1, Rory McIlroy, die heißesten Anwärter auf den Scheck über 1,44 Millionen Dollar. «Ich könnte nicht mit besserer Laune nach Augusta fahren», sagte der Nordire nach dem siebten Platz und der 65er Abschlussrunde am Sonntag in Texas. Der fehlende Publikumsmagnet Woods könnte sogar von der Spitze der Weltrangliste verdrängt werden. Scott, der Schwede Henrik Stenson und Jason Day aus Australien sind die Anwärter auf die Führung.

Tee Times

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