21. Oktober 2013

Kerber unterstreicht Außenseiterrolle bei WM

Istanbul (dpa) - Bloß keine Panik! Auch die schwere Auslosung soll Angelique Kerber vor ihrer zweiten Tennis-Weltmeisterschaft nicht aus der Ruhe bringen. Die Kielerin gab sich einen Tag vor dem Beginn der WTA-Championships gelassen, obwohl es die Rote Gruppe in sich hat:

Angelique Kerber
Angelique Kerber trifft am Dienstag auf die Weltranglisten-Erste Serena Williams. Foto: Barbara Gindl
dpa

Dort bekommt sie es gleich am Dienstag mit der Weltranglisten-Ersten Serena Williams aus den USA zu tun. Zudem warten in der Vorrunde die Polin Agnieszka Radwanska und die frühere Wimbledonsiegerin Petra Kvitova aus Tschechien.

«Die Auslosung ist nicht einfach», räumte Kerber am Montag in Istanbul ein, betonte aber auch, dass es keine leichte Gruppe gebe. Die Weltranglisten-Neunte sieht sich im Elitefeld der acht besten Tennisspielerinnen des Jahres ohnehin als Außenseiterin und will sich keinen Druck machen: «Ich habe nichts zu verlieren», betonte Kerber, «ich bin einfach glücklich, wieder hier zu sein.»

Im Vorjahr musste sie nach drei Niederlagen gegen Serena Williams, die Weißrussin Victoria Asarenka und die Chinesin Li Na vorzeitig abreisen. Australian-Open-Siegerin Asarenka, zuletzt in Peking gleich an Andrea Petkovic gescheitert, und die frühere French-Open-Siegerin Li spielen diesmal in der auf dem Papier etwas leichter erscheinenden Weißen Gruppe. Die einstige Weltranglisten-Erste Jelena Jankovic aus Serbien und die kleine Italienerin Sara Errani komplettieren die Gruppe.

Gegen keine ihrer diesjährigen Gegnerinnen hat Kerber eine positive Bilanz vorzuweisen - was jedoch nichts heißen muss. Titelverteidigerin Serena Williams unterlag sie im Vorjahr im Sinan-Erdem-Dome glatt, allerdings gelang Kerber in drei Vergleichen immerhin auch schon ein Sieg.

Gegen die Weltranglisten-Vierte Radwanska lautet die Bilanz 3:5, in den Viertelfinals der Turniere von Tokio und Peking gab es zuletzt jeweils im Viertelfinale einen Sieg und eine Niederlage. Nach vier Linkshänder-Duellen gegen Kvitova steht es pari, die Nummer sechs der Welt verwehrte Kerber jüngst im Endspiel von Tokio in drei Sätzen mit viel Auf und Ab den Turniersieg.

«Ich werde natürlich versuchen, jedes meiner Matches zu gewinnen, aber ich werde auch versuchen, jedes einzelne Match zu genießen», kündigte die deutsche Nummer eins an. Dank ihres fulminanten Endspurtes mit der Final-Teilnahme von Tokio und dem Turniersieg in Linz schaffte die 25-Jährige es wie im vorigen Jahr zum elitären Jahresabschlussturnier. «Das war am Saisonanfang mein Ziel. Es ist etwas ganz Besonderes», unterstrich sie einmal mehr.

Anders als vor einem Jahr sollen die Erfahrungen auf dem Platz und der Rummel rings um das Turnier sie nicht mehr in ihrer Konzentration stören. Sich nicht mehr unter zu Druck zu setzen, half Kerber schon während dieser wechselhaften Saison. «Die Nerven waren da», räumte sie am Montag mit Blick auf die erste Jahreshälfte ein. «Am Ende hat es mir gut getan, nicht daran zu denken und mich nur auf meine Sachen zu konzentrieren.» Das soll nun auch in Istanbul gelingen.

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