26. Mai 2012

Kiel im Champions-League-Finale gegen Madrid

Köln (dpa) - Das war knapp. Erst Filip Jicha hat den THW Kiel am Samstag in Köln beim Final4-Turnier der Handball-Champions-League vor dem Ende des großen Traums vom Triple bewahrt.

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Der THW Kiel steht im Handball Champions League Finale. Foto: Jonas Güttler
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Finaleinzug
Filip Jicha steuerte 11 Treffer zum Finaleinzug bei. Foto: Jonas Güttler
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Verloren
Die Berliner boten einen großen Kampf und wurden am Ende nicht belohnt. Foto: Jonas Güttler
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Spanier
Auch Weltstar Iker Romero Fernandez konnte die Niederlage nicht verhindern. Foto: Jonas Güttler
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Trost
Das Kieler Maskottchen Hein Daddel tröstet das Berliner Maskottchen Fuchsi. Foto: Jonas Güttler
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Mit seinem elften Treffer sicherte der ehemalige Welthandballer dem deutschen Meister und Pokalsieger im dramatischen Bundesliga-Duell gegen die Füchse Berlin den 25:24 (15:12)-Erfolg und den Einzug ins Endspiel. «Ich bin überglücklich. Das sind die Momente, in denen man sich beweisen muss», erklärte der tschechische Rückraum-Star.

In seinem sechsten Champions-League-Finale trifft der deutsche Rekordmeister Kiel an diesem Sonntag (18.00 Uhr) auf Atletico Madrid. Die Spanier gewannen ihr Halbfinale gegen AG Kopenhagen mit 25:23 (12:15). «Die Chancen stehen 50:50», sagte Kiels Kapitän Marcus Ahlm vorausblickend.

Den deutschen Halbfinal-Krimi vor 20 000 Zuschauern in der ausverkauften Lanxess Arena entschieden die Kieler durch das Plus an Weltklasse auf allen Positionen für sich. «Wir haben die internationale Klasse der Spieler, die so ein Spiel entscheiden können. In so engen Spielen macht unser Selbstvertrauen den Unterschied», befand Torhüter Thierry Omeyer, der in der Schlussphase den Zittersieg festhielt.

Die Füchse Berlin hatten den großen Favoriten dank einer leidenschaftlichen Aufholjagd am Rande der ersten Saisonniederlage gegen eine deutsche Mannschaft. Nach einem 5:11-Rückstand (18.) kämpfte sich der Bundesliga-Dritte auf 24:24 heran. Neben dem siebenfachen Alexander Petersson hatte vor allem der für den glücklosen Silvio Heinevetter eingewechselte Torhüter Petr Stochl den größten Anteil am famosen Auftritt der Berliner. «Wir sind jetzt ziemlich traurig, denn wir hatten die Chance, das Finale zu spielen», sagte der Tscheche und zog eine positive Bilanz für die erste Füchse-Saison in der «Königsklasse»: «Ich bin aber trotzdem stolz auf unsere Mannschaft, was sie in der Champions League gezeigt hat.»

Während die Berliner ihre Enttäuschung öffentlich zur Schau trugen, tanzten die Kieler glücklich über das Parkett. Denn die Chance auf die perfekte Saison mit den drei Titeln Meisterschaft, DHB-Pokal und Champions League sowie der ersten Spielzeit ohne nationale Niederlage ist weiter intakt. «Die Erleichterung ist jetzt nicht so groß, aber die Freude. Jetzt geht es darum, so schnell wie möglich zu regenerieren. Das macht ein Final Four aus, dass es kraftraubend ist», sagte THW-Kapitän Ahlm.

Im zweiten Halbfinale bewies Dänemarks Meister AG Kopenhagen, dass der Viertelfinalsieg gegen Titelverteidiger FC Barcelona und die erste Final4-Teilnahme kein Zufall sind. Das Starensemble um Welthandballer Mikkel Hansen erspielte sich gegen Madrid, als Ciudad Real immerhin dreimal Champions-League-Sieger, einen 9:5-Vorteil (19.). Erst in der zweiten Halbzeit war der Vorteil aufgebraucht, als WM-Rekordtorschütze Kiril Lazarov mit drei Siebenmeter-Treffern hintereinander zum 19:19 (43.) ausglich. Diesen Aufwind nutzten die Spanier, um sich auf 24:21 (53.) abzusetzen und den Sieg einzufahren.

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