24. Juli 2013

Lazio Rom droht Punktabzug wegen Manipulationsverdacht

Rom (dpa) - Lazio Rom und seinem Kapitän Stefano Mauri drohen wegen angeblicher Spielmanipulationen drastische Strafen.

Angeklagt
Stefano Mauri steht in Italien wegen Manipulationsverdachts vor Gericht. Foto: Ettore Ferrari
dpa

Der Staatsanwalt forderte in dem Prozess gegen acht Fußballer und drei Clubs in Rom sechs Punkte Abzug für den Verein des deutschen Nationalspielers Miroslav Klose, wie der italienische Fußballverband mitteilte. Dazu könnte eine Geldstrafe in Höhe von 20 000 Euro kommen.

Für Mauri verlangte der Staatsanwalt eine Sperre von vier Jahren und sechs Monaten. Die beiden anderen beteiligten Clubs, FC Genua und US Lecce, sollen mit drei Punkten Abzug bestraft werden. Für die Spieler Omar Milanetto, Massimiliano Benassi, Stefano Ferrario und Antonio Rosati forderte die Anklage eine Sperre von dreieinhalb Jahren.

Den Spielern und ihren Vereinen wird vorgeworfen, an der Manipulation der Serie-A-Spiele Lazio gegen Genua und Lecce gegen Lazio im Mai 2011 beteiligt gewesen zu sein oder mögliche Absprachen nicht angezeigt zu haben. Für die Verhandlung sind zunächst zwei Tage geplant. Ein Urteil könnte dann nach einer Beratungspause Anfang August gesprochen werden. Zu den Forderungen des Staatsanwaltes wollte sich Lazio Rom zunächst nicht äußern.

Seit Mitte 2011 wurden in Italien mindestens 50 Verdächtige wegen Manipulationen verhaftet. Mauri war im Mai 2012 vorübergehend festgenommen worden. In der vergangenen Saison hatten vier Serie-A-Clubs Strafen erhalten.

Mitteilung Fußballverband, italienisch

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