25. Mai 2012

Lippok und Lebherz Vorlaufzweite

Debrecen (dpa) - Silke Lippok und Yannick Lebherz haben als Vorlaufzweite Hoffnungen auf weitere deutsche Topplatzierungen bei der Schwimm-EM in Ungarn geweckt.

Stark
Silke Lippok hat in Debrecen eine gute Medaillen-Chance. Foto: Marius Becker
dpa

Über 200 Meter Freistil war am Freitag in Debrecen nur die italienische Olympiasiegerin und Titelverteidigerin Federica Pellegrini in 1:59,07 Minuten schneller als Kurzbahn-Europameisterin Lippok (1:59,96). Yannick Lebherz qualifizierte sich über 200 Meter Rücken in 1:58,85 Minuten als Zweitschnellster für das Halbfinale am Nachmittag. Der Kurzbahn- Europameister von 2010 musste nur dem Polen Radoslaw Kawecki in 1:58,79 den Vortritt lassen.

Nach ihrem EM-Titel über 100 Meter schwamm Jenny Mensing auch über die nicht-olympischen 50 Meter ins Halbfinale. 28,75 Sekunden zeigte die Anzeigetafel für sie an, damit war Mensing Fünftschnellste. Über 100 Meter Schmetterling schaffte der Mannheimer Philip Heintz in 52,91 Sekunden den Sprung ins Halbfinale. Am schnellsten war hier der Ungar Laszlo Cseh in 52,32 unterwegs. Er hatte am Vorabend den Titel über 200 Meter gewonnen.

Lippok hatte bei den deutschen Meisterschaften in Berlin und im Staffel-Rennen in Ungarn die Olympia-Norm von 1:57,83 unterboten. Bei kleinlicher Regelauslegung würde das noch nicht für einen Einzelstart in London genügen. «Ich habe schon mit dem DSV gesprochen: Wenn ich jetzt nicht die Norm im Einzel schwimmen sollte, wird auf jeden Fall die Vorlaufzeit von den Deutschen genommen, so dass ich meinen Einzelstart bekomme», sagte die 18-Jährige. Gerade noch ins Halbfinale schaffte es die zuletzt erkrankte Lisa Vitting in 2:02,09.

Erst am fünften Tag durfte Lebherz in das Titelkampfgeschehen eingreifen. «Ich war in 'nem kleinen Loch nach den deutschen Meisterschaften, ich habe die Zeit gebraucht. Mir kam es jetzt doch eher entgegen», sagte der Darmstädter über die Pause. Die Olympia-Norm hatte er schon bei den deutschen Meisterschaften unterboten. Jetzt will der Kurzbahn-Europameister von 2010 weiteres Selbstvertrauen bei der EM tanken. Weiter kam auch Felix Wolf in 2:00,81 als Zwölfter. Für Christian Diener reichten 2:01,15 nicht.

Mensing war nach ihrem Sieg am Vorabend früh ins Bett gegangen; viel Substanz hatte ihr größter Erfolg gekostet. Dennoch reichte es auch über die Nebenstrecke fürs Halbfinale. «Ich war genauso schnell wie bei den Deutschen», sagte die 26-Jährige. Lisa Graf durfte sich nach 29,20 ebenfalls auf die nächste Runde freuen.

Am Abend steht in der Sportuszoda-Halle unter anderem der Endlauf über 100 Meter Freistil an. Dort will der Frankfurter Marco Di Carli die Olympia-Norm von 48,49 Sekunden knacken. Bislang stehen für ihn in Ungarn 48,81 Sekunden aus dem Vorlauf zu Buche.

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