19. Mai 2012

Makelloser Bryant lässt Lakers in NBA-Playoffs hoffen

Los Angeles (dpa) - Auf Kobe Bryant ist Verlass. Dank des Basketball-Superstars verkürzen die Los Angeles Lakers in ihrer NBA-Playoff-Serie gegen Oklahoma City Thunder auf 1:2. Die Philadelphia 76ers sind dagegen schon einen Schritt weiter. Sie gleichen gegen die Boston Celtics aus.

Superstar
Lakers-Star Kobe Bryant (l) war von den Spielern der Oklahoma City Thunder um James Harden (M) nicht zu stoppen. Foto: Paul Buck
dpa

Bryants Antwort fiel unmissverständlich aus. Wie viel Energie der Basketball-Superstar und seine Los Angeles Lakers vor dem vierten Spiel in der NBA-Playoffserie gegen die Oklahoma City Thunder noch hätten, wollte ein Reporter von dem 33-Jährigen wissen. «Eine Menge», sagte Bryant selbstbewusst und konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Der zweimalige Finals-MVP (Wertvollster Spieler) führte die Kalifornier mit 36 Punkten fast im Alleingang zum 99:96-Erfolg und verhinderte damit ein schier aussichtsloses 0:3 in der Best-of-Seven-Serie. 14 Zähler gelangen Bryant im Schlussviertel, alle seine 18 Freiwürfe verwandelte er, seine Teamkollegen trafen 23 von 24 Versuchen von der Linie. Lakers-Coach Mike Brown war voll des Lobes für seine Mannschaft. «An die Linie zu treten und dann diese Konzentration zu haben, das war schon gewaltig», sagte er stolz.

Sechs Lakers-Profis trafen zweistellig - darunter auch Ersatzmann Steve Blake, der neben seinen zwölf Punkten auch acht Rebounds holte. «Wir wussten, dass Los Angeles dieses Spiel mit riesigem Einsatz angeht», meinte Oklahomas Topstar Kevin Durant. «Wir werden jetzt nicht nachlassen. Das ist alles, was wir tun können.»

Durant konnte sich keine Vorwürfe machen: Der 23-Jährige erzielte 31 Punkte, holte fünf Rebounds und nährte lange Zeit die Hoffnungen der Thunder auf den dritten Sieg. Seinen letzten Drei-Punkte-Wurf zum möglichen Ausgleich konnte Durant allerdings nicht versenken. Spiel vier war für Samstag (Ortszeit) erneut in Los Angeles angesetzt.

Was die Lakers nun versuchen, haben die Philadelphia 76ers schon geschafft. Das Team von Coach Doug Collins siegte vor heimischer Kulisse mit 92:83 gegen die Boston Celtics und konnte damit im NBA-Viertelfinale zum 2:2 ausgleichen. Nach dem dritten Viertel hatten die Sixers schon mit 18 Punkten zurückgelegen.

«In der zweiten Hälfte sind sie aufs Feld gekommen und haben die Energie ihres Publikums nutzen können», meinte Bostons Paul Pierce, der 24 Punkte machte. Collins hingegen kam aus dem Staunen gar nicht hinaus. «Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll», sagte der 76ers-Trainer. «Meine Jungs sind ziemlich erstaunlich.»

Zu den Besseren zählte erneut sein Small Forward Andre Iguodala, der 16 Punkte erzielte. Bei Boston hingegen blieb erstmals in dieser Serie Kevin Garnett hinter den Erwartungen zurück. Einen Tag vor seinem 36. Geburtstag traf er von zwölf Wurfversuchen aus dem Feld nur drei. «Das ist enttäuschend», resümierte er. «Jetzt müssen wir das Heimspiel gewinnen.» Spiel fünf findet am Montag (Ortszeit) statt.

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