26. März 2014

Müde Savchenko/Szolkowy vor fünftem WM-Paarlauf-Titel

Tokio (dpa) - Die Chemnitzer Aljona Savchenko und Robin Szolkowy haben gute Chancen auf den Gewinn ihres fünften Titels bei Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften.

Perfekt
Aljona Savchenko (l) und Robin Szolkowy zeigten ein fehlerfreies Kurzprogramm. Foto: Kiyoshi Ota
dpa

Mit 79,02 Punkten für ein fehlerfreies Kurzprogramm zum «Rosaroten Panther» führen die Olympia-Dritten das Feld in Saitama vor den Kanadiern Meagan Duhamel/Eric Radford (77,01) an. Die Olympia-Zweiten Xenia Stolbowa/Fedor Klimow (76,15/Russland) liegen vor der Kür am Donnerstag an dritter Position.

Die Olympiasieger Tatjana Wolossoschar/Maxim Trankow saßen nur im Publikum. Die Titelverteidiger aus Russland haben die Saison bereits beendet. «Das Publikum hat uns gut empfangen, wir sind sehr zufrieden mit unserer Leistung», sagte Szolkowy. Besonders schwierig war für alle Paare die frühe Startzeit am Vormittag und die lange Busfahrt vom Hotel in Tokio in den Vorort. «Nach dem Morgentraining habe ich in der Umkleide auf dem Fußboden ein Nickerchen eingelegt», berichtete der 34-jährige Szolkowy. Wegen der unberechenbaren Verkehrslage um die japanische Hauptstadt und bis zu zweistündigen Busfahrten bleiben die Läufer bis zu ihrem Auftritt in der Wettkampfhalle.

Der Veranstalter hat extra zwölf Betten aufgestellt, damit Ruhepausen zwischendurch möglich sind. «Man kann nicht richtig abschalten», monierte Savchenko. Im technischen Wert wurden die Sachsen von den kanadischen Verfolgern überholt, in den künstlerischen Komponenten beurteilte die Jury den «Pink Panther» erheblich besser.

Die Belastung einer WM im olympischen Jahr wird von einigen Sportlern kritisch gesehen. «Ein Saisonhöhepunkt mit Olympia reicht eigentlich», meinte Savchenko, die sich nach den Winterspielen bei 14 Show-Auftritten mit Szolkowy fit hielt.

Maylin und Daniel Wende (58,19/Oberstdorf/Essen) erreichten mit Platz 13 das Finale der besten 16 Paare. «Wir sind ganz froh, denn gestern haben wir wegen des Jetlags das schlechteste Training überhaupt hingelegt. Das war deprimierend», meinte die 25-Jährige. Wegen der frühen Startnummer vier waren die künstlerischen Noten für den gefälligen Vortrag zu Klängen von David Garrett noch recht niedrig. Für die Kür erwischte das Ehepaar die ungeliebte Losnummer 1.

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