20. April 2012

Proteste in Bahrain zeigen Wirkung bei Formel 1

Sakhir (dpa) - Die Proteste gegen das Formel-1-Rennen in Bahrain zeigen Wirkung. Vor dem Freitagstraining wurden rund um die Strecke in Sakhir die Sicherheitsmaßnahmen spürbar verstärkt.

Sicherheitsbedenken
Bei Force India sorgt man sich um die Sicherheit der Team-Mitglieder. Foto: Valdrin Xhemaj
dpa

Das Force-India-Team um Nico Hülkenberg hat in Sorge um seine Mitarbeiter die Übungsfahrten am Nachmittag komplett ausfallen lassen, bestätigte der stellvertretende Teamchef Bob Fernley der BBC in Sakhir. Der Rennstall des Deutschen Nico Hülkenberg wollte wegen der befürchteten politischen Proteste vor Einbruch der Dunkelheit den Rückweg zum Hotel antreten.

Am Mittwoch waren vier Mechaniker des Teams in Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei geraten. In der Nähe ihres Fahrzeugs war ein Molotow-Cocktail explodiert. Zwei Mitarbeiter von Force India haben inzwischen die Heimreise angetreten. «Wir tun unser Bestes, um sicherzustellen, dass unsere Crew sicher ist. Das ist unser wichtigstes Ziel», sagte Fernley.

Chefvermarkter Bernie Ecclestone hatte am Freitag am Rande des ersten Trainings in der Box von Force India offenbar die Verantwortlichen umzustimmen versucht. Der Rechte-Mitinhaber dränge auf eine Trainingsteilnahme von Force India, sagte Fernley.

Ecclestone war zuvor als klarer Befürworter der Reise nach Bahrain aufgetreten, obwohl Menschenrechts-Organisationen und eine wachsende Zahl von Politikern eine erneute Absage des Rennens fordern. Die Opposition in Bahrain protestiert seit Tagen gegen das Festhalten des Internationalen Automobilverbands FIA an dem Grand Prix. Im Vorjahr war das Rennen wegen blutiger Unruhen gestrichen worden.

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