07. November 2012

Saisonfinale: Djokovic bezwingt Murray in drei Sätzen

London (dpa) - Der Tennis-Weltranglisten-Erste Novak Djokovic hat beim ATP-Tour-Finale in London das Top-Spiel der Gruppe A gegen Andy Murray gewonnen. Gegen den Olympiasieger und US-Open-Champion behauptete sich der Serbe in der O2-Arena mit 4:6, 6:3, 7:5.

Weltranglisten-Erster
Novak Djokovic feierte beim ATP-Tour-Finale in London seinen zweiten Sieg. Foto: Kerim Okten
dpa

Damit führt der 25 Jahre alte Australian-Open-Sieger nach dem siebten Vergleich des Jahres mit dem gleichaltrigen Briten mit 4:3. «Wir haben uns gegenseitig immer weiter gepusht. Es war zum Genießen, Teil dieses Matches gewesen zu sein», sagte Djokovic nach einer packenden Neuauflage des US-Open-Finals. Der Serbe und der Schotte, die sich kennen, seit sie zwölf Jahre alt sind, gelten als die «neuen großen Rivalen» des Herren-Tennis. Das schrieb nicht nur «The Independent» dieser Tage.

Der Wahl-Londoner Murray, die Nummer drei der Tennis-Welt, wurde trotz der Niederlage von seinem Heimpublikum mit frenetischem Jubel verabschiedet. Die «La Ola» schwappte während des 2:34-Stunden-Matches um den Show-Court in der Arena. «Im zweiten Satz war er besser, und der dritte Satz war sehr eng», meinte Murray - ohne dabei allzu enttäuscht zu wirken. «Die Intensität unserer Matches in diesem Jahr war sehr hart.»

Djokovic machte mit seinem zweiten Erfolg in der Gruppe A einen großen Schritt in Richtung Halbfinale. Allerdings steht er noch nicht vorzeitig als Semifinalist fest, weil sich im anderen Match am späten Abend der Tscheche Tomas Berdych gegen den französischen Vorjahresfinalisten Jo-Wilfried Tsonga mit 7:5, 3:6, 6:1 durchsetzte. Branchenprimus Djokovic meinte: «Ich genieße jetzt einfach den Sieg und beteilige mich nicht am Rechnen.»

Titelverteidiger und Rekordsieger des mit 4,3 Millionen Euro dotierten Hartplatz-Tennis-Spektakels der acht Saisonbesten ist Roger Federer. Der Schweizer Weltranglisten-Zweite bestreitet am Donnerstagnachmittag seine zweite Partie in der Gruppe B gegen den spanischen Geheimfavoriten David Ferrer.

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