10. Mai 2013

Vettel gewinnt Trainings-Schlagabtausch mit Alonso

Barcelona (dpa) - Sebastian Vettel hat beim Großen Preis von Spanien den ersten Schlagabtausch mit Fernando Alonso knapp gewonnen. Der dreimalige Formel-1-Weltmeister setzte sich am Freitagnachmittag im freien Training mit lediglich 17 Tausendstelsekunden vor seinem Ferrari-Rivalen durch.

Schnellster
Sebastian Vettel kann seine Zeit im zweiten freien Training wesentlich verbessern. Foto: Toni Albir
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Trainingsvierter
Kimi Raikkonen jagt mit seinem Lotus durch eine Kehre. Foto: Toni Albir
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Zweiter
Fernando Alonso kommt im zweiten Training nicht an die Zeit von Vettel heran. Foto: Toni Albir
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Trainingsjagd
Nico Rosberg jagt mit seinem Mercedes hinter Lotus-Fahrer Romain Grosjean her. Foto: Alberto Estevez
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Konzentration
Sebastian Vettel studiert aus dem Cockpit seines Rennwagens heraus Daten auf einem Monitor. Foto: Srdjan Suki
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«Es wird eng», prognostizierte der Red-Bull-Pilot. Beim Auftakt am Vormittag hatte Alonso noch die Konkurrenz hinter sich gelassen. Vettel hatte auf der nassen Piste nach einem Regenschauer nur wenige Runden gedreht und sich mit Rang 19 begnügt.

«Alles in allem können wir zufrieden sein. Aber es gibt noch Potenzial nach oben», bilanzierte Vettel. «Wir haben ein paar neue Teile hier, aber die Tage von riesigen Neuentwicklungen sind angesichts der aktuellen Regeln vorbei.» Der Nachmittag sei «aber sehr aufschlussreich» gewesen. Am Vormittag konnten die Teams ihre aerodynamischen Neuerungen wegen der schlechten Verhältnisse nicht richtig testen.

Alonso sprach von einem «positiven Beginn». Aber Ferrari habe schon viele positive Freitage erlebt - «und dann mussten wir Mercedes oder Red Bull fliegen sehen». Der Lokalmatador kündigte zugleich einen harten Kampf an: «Wir fühlen uns nicht unterlegen, aber wir müssen wachsam sein.»

Vettel geht mit einem leichten Vorteil in den erwarteten Zweikampf um Pole-Position und Sieg beim Europaauftakt. Der Titelverteidiger aus Heppenheim benötigte im zweiten Training bei 20 Grad und guten Bedingungen 1:22,808 Sekunden auf dem 4,655 Kilometer langen Circuit de Catalunya bei Barcelona. Mark Webber (Australien) untermauerte als Dritter die Red-Bull-Qualitäten.

Nico Rosberg (Wiesbaden) verlor zwar das Duell gegen seinen sechstplatzierten britischen Teamkollegen Lewis Hamilton knapp. Als Siebter mit 0,590 Sekunden Rückstand auf Vettel war der 27-Jährige im nun in markanterem Silber lackierten Mercedes aber zweitbester Deutscher. Im ersten Durchgang hatte Rosberg Rang neun belegt. «Wir scheinen auf einer Runde wieder schnell zu sein, aber wir müssen uns darauf fokussieren, eine gute Renngeschwindigkeit zu erreichen», urteilte er. «Wir haben noch viel Arbeit vor uns.»

Adrian Sutil (Gräfelfing) schaffte im Force India mit Rang acht ebenfalls noch den Sprung in die Top Ten. Am Vormittag war er als Fünfter sogar bester Deutscher gewesen. Nico Hülkenberg (Emmerich) wurde 12. und 15. «Der neue Heckflügel ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ob dieser Schritt groß genug ist, kann ich im Moment noch nicht einschätzen», sagte der Sauber-Pilot.

Vor dem fünften Saisonlauf am Sonntag liegt Titelverteidiger Vettel in der WM-Wertung mit 77 Punkten an der Spitze. Kimi Räikkönen (67) folgt mit zehn Zählern weniger auf Platz zwei. Der Finne unterstrich im zweiten Trainingsdurchgang als Vierter, dass auch er zu den Siegkandidaten gehört. Hamilton (50 Punkte) ist nach bislang vier Überseerennen Gesamtdritter vor Alonso (47).

Der Circuit de Catalunya gilt als Gradmesser in der Formel 1. Weil hier die meisten Testfahrten stattfinden, haben Fahrer und Teams hier die meisten Erkenntnisse und Erfahrungen. Daher gilt: Wessen Auto in Barcelona gut liegt und wer hier gut abschneidet, ist auch auf den anderen Strecken konkurrenzfähig.

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