03. Mai 2012

Was ist los bei Hertha BSC und dem 1. FC Köln?

Berlin/Köln (dpa) - Der 1. FC Köln und Hertha BSC wollen am Samstag den direkten Abstieg aus der Fußball-Bundesliga vermeiden. Köln geht mit einem Vorsprung von zwei Punkten, aber der schlechteren Tordifferenz in das Fernduell um den Relegationsrang 16.

Hertha-Coach
Otto Rehhagel schwört die Hertha auf das Spiel gegen Hoffenheim ein. Foto: Rainer Jensen
dpa

Die Nachrichtenagentur dpa beschreibt täglich die Lage bei den Clubs.

1. FC KÖLN (Platz 16, 30 Punkte, 38:71):

Der 1. FC Köln bangt vor dem Abstiegsfinale am Samstag gegen den FC Bayern München um Lukas Podolski. Der Nationalstürmer fehlte wegen Magen- und Darmprobleme beim Training. «Er hat sich heute beim Trainer abgemeldet und ist zu medizinischen Untersuchungen zum Arzt gefahren», sagte ein Vereinssprecher. Dennoch hofft Interimstrainer Frank Schaefer, dass Podolski bis zum Spiel gegen den Rekordmeister wieder fit wird. Ebenso setzt er auf eine rechtzeitige Rückkehr von Christian Clemens. Der Mittelfeldspieler klagte zuletzt über Probleme mit der Patellasehne.

Für Werner Spinner, dem neuen Präsidenten des 1. FC Köln, ist das zweite Spiel seiner kurzen Amtszeit schon eine Schlüsselpartie für die Zukunft. «Wir schauen nicht auf Hertha oder Hoffenheim, sondern nur auf uns. Wir wollen es aus eigener Kraft schaffen», sagte er vor dem Bundesliga-Saisonfinale gegen Bayern München am Donnerstag dem Kölner «Express». Das sei «das richtige Signal» für die Relegation.

Interimscoach Frank Schaefer genießt bei der «Mission Klassenerhalt» sein volles Vertrauen. «Er imponiert mir mit seiner Arbeit. Er ist für die Situation genau der richtige Mann», meinte Spinner.

HERTHA BSC (Platz 17, 28 Punkte, 35:63):

Mit einem netten Familienabend hat sich Hertha BSC auf das Letzte-Chance-Spiel gegen Ex-Trainer Markus Babbel und 1899 Hoffenheim eingestimmt. «Die Jungs halten zusammen», betonte Trainer Otto Rehhagel vor dem Bundesliga-Abschluss am Samstag. Die verbalen Kampfansagen von Babbel würden ihn wenig berühren, versicherte der 73-Jährige: «Ich unterhalte mich mit unserer Mannschaft nur über das Spiel. Das ist die einzige Wahrheit, das andere sind alles nebensächliche Dinge. Damit gewinne ich kein Fußballspiel», sagte Rehhagel vor Berlins Saison-Endspiel.

Nur mit einem Sieg gegen Hoffenheim kann sich Aufsteiger Hertha noch in die Relegation retten - falls nicht der 1. FC Köln gegen den FC Bayern gewinnt. «Die Mannschaft muss sich davon befreien. Dass es Störfeuer gibt, ist doch normal in dem Geschäft», sagte Rehhagel zu Babbels Aussage, er wolle «mit aller Macht» den Sieg in Berlin. Dass der Zusammenhalt im Team trotz der jüngsten Pleiten noch stimmt, habe man auch «mit dem Abend mit Frauen und Kindern» gezeigt, sagte Rehhagel.

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