Ludwigsburg | 19. Januar 2018

Der lange Atem soll sich für TCL-Latein-Equipe auszahlen

In Bochum startet am Wochenende die Bundesligasaison: Ludwigsburg nimmt mit neuer Choreographie „ROOD“ das Finale ins Visier – Favoriten aus Bremen und Bochum

Start in die neue Saison: die Lateintänzer des 1. TC Ludwigsburg. Foto: Baumann
Start in die neue Saison: die Lateintänzer des 1. TC Ludwigsburg. Foto: Baumann

Eine Woche nach dem Auftakt-Triumph der Standardformation startet die Latein-Equipe des 1. TC Ludwigsburg in die Bundesligasaison 2018. Sie nimmt am Samstag in Bochum das große Finale ins Visier und damit einen Platz unter den Top 5 in Deutschland.

Als Fünfter bei den deutschen Meisterschaften stießen die Lateiner im Herbst in einen Bereich vor, den der 1. Tanz-Club Ludwigsburg in dieser Sparte schon lange nicht mehr erreicht hat. Mit großem Engagement und langem Atem ist es den Trainern Alexander Schwaderer und Michael Gnad gelungen, ein breites Aufgebot an Sportlerinnen und Sportlern zu formieren, die sich tänzerisch und mannschaftlich hervorragend entwickelt haben.

Hinter dem souveränen Champion Bremen, Vizemeister Bochum/Velbert, Buchholz und Bremerhaven wirbelten die Schwaben mit ihrer neuen Choreographie „ROOD“ bei der DM ins Rampenlicht. „Wir haben eine junge Mannschaft und wollen in der Bundesliga diesen schönen Erfolg bestätigen“, gibt Schwaderer als Ziel vor. Sein Team wird versuchen, den gleichnamigen Erfolgshit des Niederländers Marco Borsato auf noch verbessertem tänzerischem Niveau und mit fließenden Bilderwechseln zu interpretieren.

Gnad mit Blick auf die künstlerische Komponente, Schwaderer mit einem Auge für die Synchronität der Bilder – das Trainerduo ergänzt sich und ist froh über die gute Zusammenarbeit mit Vereins- und Verbandstrainerin Alice Schlögl. Sie hat mitgeholfen, die Formation tänzerisch auf einen höheren Level zu hieven und die Bewegungsabläufe der einzelnen Paare anzugleichen.

Dass Frontmann Giulio Moschiano eine Pause einlegt, weil er die Elektriker-Meisterprüfung ablegen will, passt Alexander Schwaderer zwar nicht ins Konzept. Doch er kann mit dem 25-jährigen Christoph Staiger einen ebenso motivierten Tänzer ins Rennen schicken.

Bei den Damen bewerben sich zwölf Kandidatinnen um einen der acht Startplätze. Diesmal rückt Antonia Mäbert für Tania Teschner in die Formation. „Das ist ein Luxusproblem, aber auch ein Graus“, bringt Schwaderer den Konkurrenzkampf auf den Punkt. Die Trainer machen sich die Entscheidung nicht leicht. Da zudem die Zusammensetzung von vier Paaren innerhalb der Formation verändert wurde, hat es einige Zeit gedauert, bis sich wieder die gewohnte Harmonie einstellte. Bei der Tanzsportschau im Rahmen des Standard-Bundesligadurchgangs am vergangenen Samstag demonstrierten die Lateiner mit einer temperamentvollen und tempogeladenen Vorstellung, dass sie für den Auftritt in Bochum gerüstet sind. „Es geht darum, die Nerven im Griff zu halten und selber an sich zu glauben“, fordert der Coach. Wenn das gelingt, hat der TCL gute Chancen, Hofheim/Wiesbaden/Rüsselsheim, Walsrode und den schwäbischen Rivalen TSG Backnang wie bei den „Deutschen“ auf Distanz zu halten.

Teilnehmende Teams: TSG Backnang, FG Bochum/Velbert, Grün-Gold-Club Bremen, TSG Bremerhaven, Blau-Weiß Buchholz, FG Hofheim/Wiesbaden/Rüsselsheim, 1. TC Ludwigsburg, TSC Walsrode.

Info: Bundesliga-Termine: 20. Januar Bochum; 3. Februar Buchholz, 17. Februar Walsrode, 3. März Ludwigsburg (Rundsporthalle), 17. März Bremen.

von erich wagner
Weitere Artikel aus diesem Ressort
Anzeige