Deutsche Meisterschaften
Ludwigsburg | 09. November 2018

Tänzer messen sich in Braunschweig

Das Ludwigsburger Lokalderby findet in Braunschweig statt. Bei der deutschen Meisterschaft der Lateinformationen geht neben dem 1. Tanzclub Ludwigsburg auch Aufsteiger TSC Residenz auf das Parkett. Ob die Standardformation des TC Ludwigsburg ihren Titel verteidigen kann, ist überaus fraglich.

Voller Zuversicht reist die Lateinformation des TSC Residenz Ludwigsburg nach Braunschweig. Foto: privat
Voller Zuversicht reist die Lateinformation des TSC Residenz Ludwigsburg nach Braunschweig. Foto: privat

Bereits in ihre fünfte Saison in der Bundesliga starten die Lateiner des 1. TC Ludwigsburg. Sie haben sich im Elitekreis etabliert und wollen zum Auftakt der neuen Wettkampfperiode mit einem guten Auftritt bei der DM überzeugen.

Der Tanzsportclub Residenz dagegen pendelt seit Jahren zwischen der 2. und der 1. Liga. Langfristig streben aber auch Trainer Klaus Pätzold und sein Assistent Jürgen Neidlinger Konstanz und eine dauerhafte Rolle ihres Teams in der Bundesliga an.

Pätzold ist gespannt auf den Vergleich mit dem TCL. „Wir wollen in die Zwischenrunde“, gibt er als Ziel aus. Dazu müsste seine Formation auf den sechsten Platz im Achterfeld kommen. „In der zweiten Tabellenhälfte wird es sehr spannend“, glaubt Pätzold. Meister Bremen, Bremerhaven, Buchholz und Velbert gelten als Kandidaten für die vorderen Ränge. Dahinter sieht Pätzold die TSG Backnang, Mitaufsteiger FG Aachen/Düsseldorf und die Teams aus Ludwigsburg auf Augenhöhe.

Die nur leicht veränderte TSC-Mannschaft tanzt zu neuen Klängen. „Sound of Sweden“ bietet eine Reise durch die schwedische Popmusik. Im Trainingslager in Freudenstadt wurde fleißig an der neuen Choreografie gefeilt. „Wir sind gut vorbereitet, wir haben hart gearbeitet“, bringt der Coach Optimismus zum Ausdruck, zumal ihm noch ein neuntes Ersatzpaar zur Verfügung steht.

An Selbstvertrauen fehlt es auch den Vertretern des 1. TCL nicht. Die Trainer Alexander Schwaderer und Michael Gnad blieben beim niederländischen Erfolgshit „Rood“, stellten aber praktisch eine komplett neue Choreografie auf die Beine. „Wir haben eine gute Mischung aus Alt und Jung. Unser jüngster Tänzer ist 15“, erläutert Schwaderer. Der erfahrene Teamkapitän Andreas Schmidt absolviert in Braunschweig sein 99. Bundesligaturnier.

Die Generalprobe in der Max-Schmeling-Halle in Berlin vor 8000 Zuschauern gab den Ludwigsburgern, die etliche neue Tänzerinnen und Tänzer an Bord haben, einen zusätzlichen Kick. „Das Militärorchester von Kasachstan spielte live unsere Musik. Das war eine optimale Einstimmung und hat uns zusammengeschweißt“, schwärmt Schwaderer von dem Erlebnis.

Die Herausforderung des Lokalrivalen TSC Residenz nimmt der TCL gelassen an. „Ich wünsche mir, dass wir wie 2017 wieder Fünfter werden. Auf alle Fälle wollen wir in die Zwischenrunde“, demonstriert der Coach Entschlossenheit. Aber das nehmen auch der schwäbische Kontrahent Backnang und Aachen/Düsseldorf ins Visier. Tagesform und Nervenkraft werden die entscheidende Rolle spielen.

Erich Wagner
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