tanzen
ludwigsburg | 22. Februar 2018

Weber spürt vor EM das Wettkampffieber

Seit 2010 gehört Manuel Weber zur Standardformation des 1. TC Ludwigsburg. Längst ist er das dienstälteste Mitglied des Erfolgsteams vom Erlenweg.

Bei der EM in Sotschi gefordert: Claudia Sturm und Manuel Weber.Foto: Baumann
Bei der EM in Sotschi gefordert: Claudia Sturm und Manuel Weber.Foto: Baumann

Vor dem Abflug am Freitag zur Europameisterschaft in Sotschi (Russland) spürt auch der 29-Jährige die besondere Mischung aus Vorfreude und Wettkampffieber. Sein Debüt in der A-Formation gab Manuel Weber 2010 bei der EM in der Arena Ludwigsburg. Um seinen Hals baumelte gleich eine Bronzemedaille. 2012 Vizeweltmeister und 2015 Weltmeister, jeweils vor heimischer Kulisse, deutsche Meistertitel 2015 und 2017 – das waren die Highlights für den eleganten Tänzer.

Für den TCL fuhr Manuel Weber meilenweit: sei es vom Grundwehrdienst im oberschwäbischen Hohentengen oder aus seiner Heimatstadt Karlsruhe zum Training in die Barockstadt. Nach dem Studium der Mobilen Medien stieg er beruflich bei M-Way Solutions GmbH ein, einem Stuttgarter Unternehmen für Software-Entwicklung. Inzwischen ist Weber als Personalmanager tätig. Sein Arbeitgeber unterstützt die sportlichen Ambitionen voll.

Leistungsbereitschaft, Bewegungsfreude und der spezielle Teamspirit binden ihn bis heute an die Standardformation. Mittlerweile wurde er vom baden-württembergischen Tanzsportverband für über 50 Formationsturniere mit der Bronze-Ehrennadel ausgezeichnet.

Als dem TCL im Jahr 2016 nur sechs (statt acht) Paare zur Verfügung standen, half Manuel Weber mit, die Durststrecke zu überwinden. Umso größer war die Genugtuung darüber, dass im November bei den deutschen Titelkämpfen in Bremen überraschend der Sprung aufs oberste Treppchen gelang.

Im Dezember hat sich sehr kurzfristig ein weiterer internationaler Start ergeben: die EM in Sotschi. Über Moskau fliegen Weber und Co. am Freitag in die Metropole am Schwarzen Meer, wo am Sonntag der Wettkampf im Olympia-Park ansteht. Jeweils zwei Teams aus Russland, Weißrussland, Tschechien und Deutschland sowie eine Formation aus Ungarn sind gemeldet.

Nach einem sehr intensiven Trainingswochenende gab Coach Norman Beck die Devise aus: „Wir wollen Deutschland so gut wie möglich vertreten.“ Als zweites deutsches Team geht der TSC Schwarz-Gold Göttingen an den Start. Die immer wieder notwendigen personellen Wechsel erschwerten Beck in den vergangenen Wochen die Trainingsarbeit. „Die notwendige Sicherheit fehlt“, muss er vor dem neuerlichen Duell mit Weltmeister Vera Tyumen (Russland) einräumen.

von erich wagner
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