Logo

Basketball

Alba kommt nach Coup in Athen mit breiter Brust

Die Basketballfans erwartet am Sonntag (18 Uhr) ein ganz spezieller Bundesligaabend: Zum Spitzenspiel treffen die MHP-Riesen Ludwigsburg auf den Vizemeister aus Berlin. Drei Tage nach ihrem Euroleague-Überraschungscoup in Athen dürften die Albatrosse besonders beflügelt sein.

Helle Freude in Athen: Luke Sikma (links) und Johannes Thiemann setzen sich in der Euroleague gegen Panathinaikos durch. Foto: Angelos Tzortzinis/dpa
Helle Freude in Athen: Luke Sikma (links) und Johannes Thiemann setzen sich in der Euroleague gegen Panathinaikos durch. Foto: Angelos Tzortzinis/dpa
350_0900_24142_Teamvergleich_Berlin.jpg

Ludwigsburg. In der Bundesliga haben beide Vereine in dieser Saison erst eine Niederlage hinnehmen müssen. Ludwigsburg ist Dritter, Berlin nach der knappen 80:84-Niederlage bei Meister FC Bayern München Vierter.

Doch auf internationalem Parkett, auf dem die MHP-Riesen in dieser Saison pausieren, tat sich Alba bislang äußerst schwer. Sechs Mal in Folge verloren die Hauptstädter. Bis zum Donnerstagabend: Da gelang dem Team von Trainer Aito Reneses in der Euroleague ein echter Coup. Dank einer starken Leistung beim griechischen Meister Panathinaikos Athen fuhr der BBL-Vizemeister nach zweifacher Verlängerung mit 106:105 (98:98,88:88,58:49) einen hauchdünnen Sieg ein.

Für Alba war es in der Königsklasse erst der zweite Sieg im achten Spiel. Beste Berliner Werfer waren Martin Hermannsson mit 20 und Landry Nnoko mit 17 Punkten. Rokas Giedraitis (15), Niels Giffey (15) und der ehemalige Ludwigsburger Johannes Thiemann (11) punkteten ebenfalls zweistellig.

Held des Abends aber war nach einer Achterbahnfahrt Luke Sikma, der mit einem verwandelten Freiwurf doch noch für den erhofften Sieg sorgte. Mit 14 Punkten und zehn Rebounds gelang Sikma zudem ein Double-Double. Der Triumph in der Athener Olympia-Halle ist nicht nur deshalb hoch einzuordnen, weil er dank der guten Moral und der Rebound-Stärke der Berliner verdient war. Ohne die verletzten Peyton Siva, Tyler Cavenaugh und Marcus Eriksson mussten die Hauptstädter obendrein einige Leistungsträger ersetzen.

Für die Ludwigsburger ist das Duell gegen die Berliner seit jeher von besondrer Brisanz bestimmt. Die Statistik der letzten Jahre zeigt allerdings: Von 25 Liga- und Play-off-Spielen in Berlin gewannen die Riesen lediglich eines. Die Heimbilanz fällt deutlich besser aus: Von 19 Heimspielen gingen acht an die Ludwigsburger.

Eine Woche nach dem Derbysieg bei den Merlins Crailsheim dürfte die MHP-Arena wie schon gegen Hamburg auch im 70. Aufeinandertreffen mit Berlin erneut ausverkauft sein. Die Mannschaft von Trainer John Patrick möchte ihre eigenen Play-off-Ambitionen mit einem Sieg untermauern. Alle Spieler haben die Trainingswoche gut überstanden, das Selbstvertrauen ist nach dem 6:1-Start groß und die Laune im Team bestens.

Das bestätigt auch Konstantin Konga: „Wir können mit unserer Entwicklung durchaus zufrieden sein“, sagte der Riesen-Kapitän, der sich vor allem über die gelungene Integrierung von Rückkehrer Marcos Knight freut. „Jeder Spieler findet seine Rolle im Team.“

Autor: