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Basketball

Ausgeruht in den Doppelspieltag

Sogar noch etwas ausgeruhter als ursprünglich geplant gehen die MHP-Riesen Ludwigsburg in die beiden BBL-Pokalspiele am Wochenende gegen Ulm und Bamberg. Wegen des Verdachts auf einen Coronafall mussten die Ludwigsburger in dieser Woche für kurze Zeit in häusliche Quarantäne.

John Patrick (Mitte) ist zufrieden mit der Defensivleistung seines Teams im letzten Viertel. gegen WürzburgFoto: Baumann
John Patrick (Mitte) ist zufrieden mit der Defensivleistung seines Teams im letzten Viertel. gegen Würzburg Foto: Baumann

Ludwigsburg. Zwei Spiele in zwei Tagen – was John Patrick davon hält, will er nicht direkt verraten. „Egal, was ich denke, wir müssen es so machen“, sagt der Trainer des Basketball-Bundesligisten MHP-Riesen Ludwigsburg und atmete tief durch. Heute Abend trifft sein Team im BBL-Pokal auf Ratiopharm Ulm (20.30 Uhr), morgen Abend auf Brose Bamberg (20.30 Uhr). Springt für die Riesen dabei die maximale Ausbeute von zwei Siegen heraus, ist die Teilnahme am Top-Four der jeweiligen Gruppensieger des Pokals sicher.

Das Spiel gegen Ulm könnte indes das Duell der Gegensätze werden: Ausgeruhte Riesen treffen im Schwabenduell auf strapazierte Ulmer, die erst am Mittwoch auswärts beim montenegrinischen Serienmeister Buducnost Podgorica im Eurocup ran mussten und mit 68:73 unterlagen. Die Riesen dagegen sind womöglich sogar ausgeruhter als gewollt. Der Verdacht auf einen Coronafall in der Mannschaft hat sich zwar im Lauf der Woche nicht bestätigt, sorgte aber für zwei Trainingseinheiten, die am Dienstag und Mittwoch ausfallen mussten. „Am Ende war es zum Glück nicht so schlimm. Wir sind frisch, das könnte ein Vorteil sein“, sagt Patrick.

Ratiopharm Ulm steht bereits mit dem Rücken zur Wand

Die Ulmer, die im Heimspiel nach aktuellem Stand mit bis zu 600 Fans rechnen können, stehen indes bereits unter Druck. Nach der Auftaktniederlage gegen Bamberg würde ein weiterer Rückschlag gegen die Riesen das vorzeitig besiegelte Pokal-Aus bedeuten.

Optimistisch stimmt Coach Patrick vor allem die Leistung seines Teams im letzten Viertel des Pokalauftakts am vergangenen Sonntag gegen s.Oliver Würzburg. Mit 78:67 gewannen die Ludwigsburger, ließen dabei im letzten Viertel neun Minuten lang nur vier Punkte zu. „Da haben wir hervorragend verteidigt“, lobt Patrick besonders die Leistung von Lukas Herzog, Tremmell Darden, Jaleen Smith, Jordan Hulls und Jonas Wohlfarth-Bottermann.

Gleichzeitig hat er aber auch einige Baustellen ausgemacht. Darunter das Rebounding und viele freie Dreipunktewürfe, die vergeben wurden. Letzteres sei laut Patrick eine Frage von Nerven und Selbstvertrauen. Gut, dass sein Team mit dem Sieg zumindest Letzteres tanken konnte.

Wenig Spielzeit bekam bei den Riesen Desi Rodriguez. Der Forward stand gegen Würzburg lediglich drei Minuten auf dem Feld, zeigte nun aber im Training eine Reaktion auf seine wenige Spielzeit. „Er hat sehr gut trainiert, sehr intensiv, war besonders fokussiert“, lobt Patrick den 24-Jährigen, der vor der Saison vom US-amerikanischen G-League-Team Agua Caliente Clippers in die Barockstadt wechselte. „Ich glaube, dass er uns noch helfen wird“, so Patrick. Grundsätzlich mache er die Verteilung der Spielzeit sowohl vom Trainingseindruck als auch von der Leistung auf dem Parkett am Spieltag abhängig. „Das kann von Woche zu Woche anders sein“, lässt Patrick durchblicken.

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