Logo

Basketball

BBL-Saison wird im Juni fortgesetzt

Grünes Licht für das Finalturnier in München: Die Basketball-Bundesliga wird im Audi Dome fortgesetzt. Die MHP-Riesen Ludwigsburg warten nun auf die Erlaubnis, mit dem Mannschaftstraining zu beginnen. Zudem bleibt spannend, welche US-Amerikaner aus dem Riesen-Kader nach Deutschland zurückkehren werden.

Schluss mit Training in Kleingruppen? Für die Riesen Jonas Wohlfarth-Bottermann (links) und Hans Brase (rechts) sowie Nachwuchsspieler Tyreese Blunt (Mitte) steht wohl schon bald wieder das gewohnte Mannschaftstraining auf dem Programm. Foto: Baumann
Schluss mit Training in Kleingruppen? Für die Riesen Jonas Wohlfarth-Bottermann (links) und Hans Brase (rechts) sowie Nachwuchsspieler Tyreese Blunt (Mitte) steht wohl schon bald wieder das gewohnte Mannschaftstraining auf dem Programm. Foto: Baumann

München/Ludwigsburg. Die Basketball-Bundesliga (BBL) wird mit einem Finalturnier im Juni in München fortgesetzt. Die dafür notwendige Genehmigung erhielt die BBL gestern durch die Kabinettssitzung der bayerischen Staatsregierung, wie die Liga mitteilte. Zuvor hatte die BBL ein 42-seitiges Sicherheits- und Hygienekonzept vorgelegt, mit dem die Saison zu Ende gespielt werden soll. In einem Turnier mit zwei Fünfergruppen sowie anschließend modifiziertem Play-off-Modus mit Hin- und Rückspiel soll zwischen 6. und 28. Juni im Münchner Audi Dome ein deutscher Meister ermittelt werden.

„Ein sehr überzeugendes Hygienekonzept, weil es praktisch unmöglich ist, dass einer nach außen geht oder von außen was eingetragen wird“, teilte Florian Herrmann, Leiter der bayerischen Staatskanzlei, mit. „Es werden nicht wie bei der Fußball-Bundesliga die ganzen Mannschaften durchs Land fahren, sondern es wird quasi in Quarantäne stattfinden“, so Herrmann weiter.

Dreiwöchige Vorbereitung soll zeitnah beginnen

Auch in Ludwigsburg freute man sich über die positiven Nachrichten aus Bayern. „Das ermöglicht uns, in der schwierigen Zeit dennoch einen würdigen deutschen Meister zu küren, und den Fans, zumindest im Wohnzimmer, ihre Teams verfolgen zu lassen“, freute sich der 1. Vorsitzende der MHP-Riesen Ludwigsburg, Alexander Reil. Während der Gruppenphase, in der die Ludwigsburger auf Alba Berlin, Rasta Vechta, Brose Bamberg und die Fraport Skyliners aus Frankfurt treffen, wird Magentasport täglich zwei Spiele übertragen. Zusätzlich sollen auf dem TV-Sender Sport.1 ausgewählte Partien im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen sein. Die Spiele finden allesamt ohne Zuschauer statt.

Bevor das Turnier – wie ursprünglich geplant – am 6. Juni beginnt, werden die teilnehmenden Teams an ihren jeweiligen Standorten eine rund dreiwöchige Vorbereitung absolvieren. Damit das an allen Standorten möglich ist, müssen jedoch die jeweiligen Gesundheitsämter zustimmen. In Ludwigsburg gehe man davon aus, dass dies in den nächsten Tagen erfolgen wird und die Riesen ins Mannschaftstraining zurückkehren können, teilte der Verein auf Nachfrage mit.

Auch BBL-Geschäftsführer Stefan Holz sagte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur über die ausstehenden Genehmigungen der Gesundheitsämter: „Das ist noch nicht überall vollumfänglich der Fall, wir sind aber zuversichtlich, dass das wichtige grüne Licht für das Turnier und das starke Statement zu unserem Konzept hilft, auch vor Ort die Genehmigungen zu erhalten.“

Thomas Wimbush zurück – Fragezeichen hinter US-Trio

Mit dem Beschluss, das Turnier stattfinden zu lassen, erwarten die Ludwigsburger zeitnah auch eine Entscheidung der noch in den USA weilenden Spieler Jaleen Smith, Tanner Leissner und Khadeen Carrington. Alle drei hatten sich bislang noch nicht endgültig entschieden, ob sie am Turnier in München teilnehmen werden. Von Leissner und Smith soll es aber bereits vor längerer Zeit positive Signale gegeben haben. Am unwahrscheinlichsten erscheint bislang eine Rückkehr von Riesen-Topscorer Carrington. Bei Bedarf sind für alle teilnehmenden Teams maximal jeweils zwei Nachverpflichtungen erlaubt.

Zurück in Deutschland ist indes Thomas Wimbush. Der Forward kehrte gestern aus den USA zurück und steht für das Finalturnier zur Verfügung – ebenso wie Cameron Jackson, der bereits am Wochenende in Ludwigsburg ankam. Zudem werden Marcos Knight und Nick Weiler-Babb zurückerwartet. Die deutschen Spieler der Riesen können dagegen schon seit geraumer Zeit in Kleingruppen in Ludwigsburg zusammen trainieren.

Autor: