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Basketball

Dank „Knight Rider“ wachsen MHP-Riesen über sich hinaus

Die Skyliners Frankfurt entwickeln sich offenbar zum Lieblingsgegner der Ludwigsburger Basketballer. Angetrieben von Marcos Knight und Jordan Crawford zeigten die MHP-Riesen beim 96:94 nach dem Hinspielerfolg ihre beste Saisonleistung und machten im Kampf um die Play-offs Plätze gut.

Frankfurts Quantez Robertson (links) kann Marcos Knight (am Ball) nicht stoppen. Foto: Hübner
Frankfurts Quantez Robertson (links) kann Marcos Knight (am Ball) nicht stoppen. Foto: Hübner

Frankfurt. Lange ist es her, dass Michael Knight in der US-amerikanischen Fernsehserie „Knight Rider“ für Gerechtigkeit sorgte und Hauptdarsteller David Hasselhoff seine Fans verzückte. Bei den Skyliners in Frankfurt schlüpfte Marcos Knight in die Rolle des gleichnamigen Helden: Mit mutigem und konsequenten Spiel sorgte der 29-jährige Combo-Guard für ein Offensivspektakel. 32 Punkte, sieben Rebounds und 2 Steals standen am Ende in seiner Bilanz, die den Ludwigsburger Riesen den zehnten Saisonsieg bescherte.

Neben Knight fanden auch Jordan Crawford und Donatas Sabeckis mit starken Werten zu effektivem Spiel. Crawford, in einigen Szenen etwas übermütig, steuerte bei 19 Punkten sieben Assists bei, Sabeckis festigte mit Kreativität und Übersicht den starken Gesamteindruck, den die Riesen hinterließen.

Wieder ohne ihren Center Clint Chapman traten die von Trainer John Patrick auf die defensive Spielweise der Skyliners eingestellten Riesen in kleiner Formation an. Adam Waleskowski bildete mit Crawford, Knight, Kelan Martin und Lamont Jones die Startfünf. Die Riesen kamen nur schwer ins Spiel. Frankfurt, bestens dirigiert von Routinier Quantez Robertson, legte auf 9:2 vor. Bis zur ersten Auszeit von Patrick hatten Waleskowski, Martin und Crawford bereits drei Distanzwürfe vergeben. Knight hielt mit elf Punkten im ersten Viertel sein Team aber auf Schlagdistanz.

Die Dreier-Quote besserte sich bei beiden Teams nicht, Ludwigsburg kam aber auf 37:35 heran. Dank der Power eines Jordan Crawford stand bis zur Halbzeitpause eine knappe 47:46-Führung für die Gäste.

Die Duelle Tyler Larson gegen Knight und Robertson gegen Crawford prägten nach dem Seitenwechsel die weiterhin intensiv geführte Partie. Crawford festigte per Dreier die Riesen-Führung (53:48), auch Knight war nun kaum mehr zu bremsen. Bis auf 69:57 zogen die Riesen davon, ehe Frankfurt bis zum Ende des Viertels auf 69:71 verkürzte.

Wie wichtig Owen Klassen für die Ludwigsburger sein kann, zeigte der Center mit Beginn des Schlussviertels. Sein Dreier zum 69:74 stärkte das Selbstvertrauen der Gäste, aber Frankfurt ließ nicht locker. In der Schlussphase wechselte die Führung noch mehrfach hin und her. Lamont Jones behielt die Nerven und glich zum 94:94 aus. Knight überließ den letzten Wurf 2,9 Sekunden seinem Teamkameraden Jones, der per Jumper zum 96:94 traf und den zehnten Saisonsieg der Riesen festzurrte.

Wie eng die Partie war, verdeutlichte John Patrick: „Es war ein sehr hartes Spiel. Unsere Presse hat einige Ballverluste erzwungen. In der zweiten Halbzeit hatten wir einen wichtigen Dreier von Owen Klassen und natürlich einen starken Marcos Knight. Er war der beste Mann auf dem Parkett. Doch das ist Frankfurt und es wurde wieder intensiv bis zum Ende. Bis eine halbe Sekunde vor Schluss wussten wir nicht, wer das Spiel gewinnt. Wir hatten dann aber etwas mehr Glück.“

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