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Basketball Champions League

Der nächste Trip geht an die Memel

Das Achtelfinale ist perfekt: Mit einem hart erkämpften 84:82 (31:35)-Erfolg gegen den israelischen Meister Maccabi Rishon Le Zion sicherten sich die Ludwigsburger Basketballer gestern Abend den Einzug in die Runde der besten 16 Clubs der Champions League. Doch die Partie war lange Zeit alles andere als ein glanzvoller Europapokal-Auftritt.

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Kampf um den Achtelfinaleinzug: Rocky Trice (r.) gegen Javon McCrea (Maccabi, Nr.23), Johannes Thiemann gegen Patrick Richard (l.). Foto: Baumann

Ludwigsburg. Nachlässig, unkonzentriert und ungestüm starteten die Riesen ins Rückspiel der Eliminationsrunde, wohl in der Gewissheit, dass sie den 17-Punktevorsprung aus dem Hinspiel (83:66) locker über die Zeit bringen würden. Tekele Cotton und Cliff Hammonds leisteten sich unverständliche Fehler. Maccabi hingegen war von der ersten Sekunde an hellwach und brachte das erste Viertel über eine 15:4-Führung mit 19:11 nach Hause. Sieben Ballverluste und eine Wurfquote aus dem Feld von unterirdischen 14,3 Prozent zeugten von der Unbekümmertheit der Gastgeber.

Weil Maccabi aus der Distanz überhaupt nicht traf, kamen die Riesen näher ran. Ein wunderschöner Assist von Hammonds brachte Cotton in Szene, sein Dunking zum 22:26 war dem Ärger des ersten Viertels geschuldet. Rishon Le Zion, das in kleiner Besetzung nur acht Spieler zum Einsatz brachte, blieb aber vorne. Maalik Wayns (16 Punkte), Shawn Dawson (19) ud Javon McCrea (21) waren die zentralen Spielgestalter. Erst ein weiterer Dunking von Cotton und drei Cotton-Freiwurfpunkte zum Abschluss des Durchgangs brachten die Riesen zur Halbzeit wieder auf 31:35 heran,

Maccabi ließ nicht locker und erhöhte noch einmal auf 51:40, doch dann kam die Zeit des Jack Cooley: Ein 12:0-Lauf, bei dem der Center mit einem Fastbreak und elf Punkten seine ganze Wut entlud, brachten nicht nur die erste Riesen-Führung des Spiels (52:51), sondern auch die Vorentscheidung. Cooleys Husarenritt wurde mit frenetischem Beifall belohnt.

Fortan liefen die Riesen zur Hochform auf. Kelvin Martin und David McCray punkteten aus der Distanz. Das Schlussviertel wurde zum fesselnden Schaulaufen beider Mannschaften, die für die ersten 20 Minuten mehr als entschädigten.

Nun wartet also Neptunas Klaipeda. Der litauische Club aus dem ehemaligen Memel hatte sich mit zehn Siegen aus 14 Spielen als einer der drei besten Gruppenzweiten direkt fürs Achtelfinale qualifiziert. Das Hinspiel ist am kommenden Mittwoch (1. März) in der MHP-Arena, das Rückspiel eine Woche später (8. März) in Klaipeda.