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Basketball

Doppelpack zum Start in Hauptrunden-Endspurt

Die Hauptrunde der Basketball-Bundesliga geht in die entscheidende Phase. Die Riesen Ludwigsburg können zum Auftakt des Doppelspieltages heute (20.30 Uhr, MHP-Arena) mit einem Sieg gegen die Löwen Braunschweig ihren dritten Tabellenplatz endgültig absichern. Der Derby-Gegner am Sonntag, ratiopharm Ulm, benötigt zum Erreichen der Play-offs jeden Sieg.

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Seit Wochen in Topform: Justin Sears von den MHP-Riesen Ludwigsburg. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Ausgerechnet gegen den heutigen Gegner aus Braunschweig haben die Ulmer am vergangenen Spieltag verloren und so einen herben Dämpfer in ihrem Kampf um die Play-offs erhalten.

Braunschweig hingegen verlieh der Erfolg noch einmal Auftrieb zum Ausklang einer ohnehin zufriedenstellenden Saison. Das Braunschweiger Team um Trainer Frank Menz zeigt sich gegenüber der Vorsaison deutlich verbessert. Schon jetzt haben die Löwen mehr als doppelt so viele Siege (13) auf dem Konto wie in der kompletten vergangenen Spielzeit (6). Die Tendenz des momentanen Tabellenzwölften zeigt nach oben, zumal jüngst NBA-Star Dennis Schröder als Gesellschafter bei den Löwen einstieg.

Trotzdem vermag Trainer Menz kaum an einen Sieg in Ludwigsburg zu glauben, denn Scott Eatherton wird voraussichtlich fehlen. Der Topscorer, der vor kurzem seinen Vertrag in Braunschweig verlängerte und mit 17,5 Punkten und 9,6 Rebounds als einer der besten Big Men in der Liga gilt, ist in Erwartung seines Kindes (noch) nicht nach Ludwigsburg gefahren. „Aber der Sieg gegen Ulm gibt uns Rückenwind und wir sollten mit Selbstvertrauen in die Partie gehen. Als klarer Außenseiter haben wir nichts zu verlieren“, so Menz.

Noch drei Heimspiele für die MHP-Riesen vor den Play-offs

Für die MHP-Riesen ist das Duell mit den Löwen eines von noch drei anstehenden Heimspielen in der Hauptrunde. Vor voraussichtlich ausverkaufter Kulisse wollen die Spieler von Trainer John Patrick nach der Niederlage in Berlin rasch zurück in die Erfolgsspur finden. Vor allem Thomas Walkup, der in Berlin nur vier Punkte auflegte und nach seinem vierten Foul im vierten Viertel kaum mehr zum Einsatz kam, dürfte auf eine kleine Wiedergutmachung brennen. Im Hinspiel setzte sich Ludwigsburg mit 74:67 durch, Justin Sears war mit 16 Punkten bester Werfer.

Tabellarisch ist für die Riesen der zweite Platz wohl außer Reichweite, den soliden Vorsprung auf den vierten Platz wollen sie aber verteidigen und ihre acht Punkte Polster vor Bonn wahren.

Bereits in zwei Tage sind die Ludwigsburger am Sonntag (15 Uhr) im Derby bei ratiopharm Ulm erneut gefordert. Im Gegensatz zu den Braunschweigern haben die Ulmer noch eine minimale Chance auf die abermalige Play-off-Teilnahme. Selbst nach vier Niederlagen in Folge und bei zwei Spielen Rückstand auf den achten Play-off-Platz gibt sich das Team von Trainer Thorsten Leibenath kämpferisch. „Wir dürfen jetzt nicht in Selbstmitleid verfallen, sondern müssen Charakter beweisen. Die aktuelle Situation haben wir uns schließlich selbst zuzuschreiben“, so Leibenath. Für Kapitän Per Günther geht es in den verbleibenden fünf Partien auch darum, „den eigenen Stolz zu bewahren“. Ulm ist vor dem Derby gegen Ludwigsburg heute Abend beim Tabellenfünften in Bayreuth gefordert.

„Mit einem Sieg gegen Braunschweig können wir den dritten Platz sichern, das Derby gegen Ulm ist immer etwas Besonderes“, freut sich Riesen-Kapitän David McCray auf beide Auseinandersetzungen.