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Interview

„Es war ein wertvolles Jahr“

Ex-Riese Justin Sears will nach seinem Kreuzbandriss zurück in die Basketball-Bundesliga

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Von der Elite-Universität Yale zu den Riesen und wieder zurück: Justin Sears arbeitet derzeit an seinem ehemaligen College an seiner Rückkehr. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Mit seiner herzlichen Art und seinen guten Leistungen spielte sich Center Justin Sears in der vergangenen Basketball-Saison in die Herzen der Fans. Im letzten Hauptrundenspiel zog sich der Ex-Akteur der MHP-Riesen Ludwigsburg einen Kreuzbandriss zu. Nun spricht der 24-jährige US-Amerikaner im Interview mit unserer Zeitung über seine Zukunftspläne. Er will zurück in die Bundesliga, wie er schriftlich mitteilt.

Justin Sears, wo verbringen Sie Ihre Reha?

Justin Sears: Ich habe meine Reha aufgeteilt. Zum einen war ich Zuhause in New Jersey, den Rest absolviere ich an meinem ehemaligen College, der Yale University. Außerhalb der Reha hatte ich das Glück, das Yale-Basketball-Team beim Training zu unterstützen.

Wie geht es Ihnen und wann planen Sie Ihre Rückkehr auf den Platz?

Es passt soweit. Die Verletzung hatte auch ihre guten Seiten. Ich konnte an meinem Wurf und anderen Defiziten in meiner Spielweise arbeiten. Die Operation war vor etwas mehr als sechs Monaten und mittlerweile stehe ich wieder auf dem Feld. Ich habe mein Comeback zwischen Januar und Februar ins Auge gefasst.

Verfolgen Sie die Spiele der MHP-Riesen Ludwigsburg?

Ja, ich verfolge die Spiele und es ist leider eine schwierige Situation. Aber eigentlich ist im Team alles vorhanden – Talent, BBL-Erfahrung. Ich glaube, mit der Zeit werden die Spieler ihren Rhythmus finden und in ihre Rollen wachsen. Ein großer Sieg kann den Stein ins Rollen bringen.

Haben Sie noch Kontakt zu Riesen-Spielern?

Wenn ich dazu kommen schreibe ich mit David McCray und mit Adam Waleskowski spreche ich regelmäßig, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer Zeit in Ludwigsburg?

Ludwigsburg war ein wertvolles zweites Profi-Jahr für mich. Es war die anspruchsvollste Spielzeit meiner Laufbahn, aber ich habe sehr viel gelernt – vor allem, was es braucht, um erfolgreich zu sein und wie man eine Siegermentalität innerhalb eines Teams entwickeln kann. Es ist ärgerlich, dass die Saison für mich durch die schwere Verletzung so plötzlich beendet war. Ich habe das Gefühl, dass wir die Champions League gewonnen hätten und auch in den BBL-Play-offs bessere Chancen gehabt hätten, wenn ich hätte helfen können.

Könnten Sie sich vorstellen nach Ludwigsburg zurückzukehren?

Ich könnte mir das vorstellen. Es ist eine tolle Stadt und die Fans sind einfach nur großartig. Es war eine großartige Erfahrung und ich bin einfach glücklich, Teil dieser besonderen Saison gewesen zu sein, die wir hatten.

Was sind Ihre Ziele für Ihre weitere Karriere?

Wenn ich einmal wieder Spiele, möchte ich Teil eines erfolgreichen Vereins sein, der die Möglichkeit hat, um die Meisterschaft mitzuspielen. Deutschland ist für mich eine zweite Heimat und es wäre großartig, hier meine Karriere fortsetzen zu können.

Haben Sie schon Pläne für die Zeit nach Ihrer Profi-Laufbahn?

Ich bin mir noch nicht sicher, wie mein beruflicher Weg nach dem Basketball aussehen könnte. Ich nehme derzeit an finanzwirtschaftlichen Kursen teil. Eine Karriere im Finanzsektor wäre also denkbar, vielleicht lande ich in der Wall Street.