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Basketball

Fleißige Riesen in Bamberg gefordert

Viel Training, keine freien Tage. Die Ludwigsburger Basketballer haben die Weihnachtszeit genutzt, um sich auf das BBL-Spitzenspiel bei Brose Bamberg vorzubereiten. Neuverpflichtung Cameron Jackson nahm dabei eine besondere Rolle ein.

Mit Sonderschichten zu alter Treffsicherheit: Khadeen Carrington.Foto: Baumann
Mit Sonderschichten zu alter Treffsicherheit: Khadeen Carrington. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Alleine dass Neuverpflichtung Cameron Jackson bei den MHP-Riesen Ludwigsburg mittrainiert, hilft der Mannschaft von John Patrick schon weiter – auch wenn ein erster Einsatz des 23-Jährigen im Riesen-Trikot heute im Topspiel der Basketball-Bundesliga bei Brose Bamberg (20.30 Uhr) noch nicht sicher ist. Die Spielberechtigung hat Jackson, der vom Mitteldeutschen BC nach Schwaben wechselte. „Er muss sich aber noch an das neue System gewöhnen“, sagt Patrick. Doch auch wenn Jackson heute nicht im Kader stehen sollte, könnte er zu einem wichtigen Faktor werden. „Es ist super, im Training einen richtigen Power-Center zu haben“, schwärmt Patrick. Die anderen Riesen-Spieler unter dem Korb – Jonas Wohlfahrt-Bottermann, Hans Brase, Ariel Hukporti und zum Teil auch Tanner Leissner – seien laut Patrick eher lang und dünn. „Andere Center der Liga wie Assem Marei haben Masse“, so Patrick über den sechstbesten Rebounder in der BBL, auf den die Ludwigsburger heute treffen. Mit Jackson, 2,03 Meter groß und 111 Kilogramm schwer, könne man sich immerhin auf Gegner wie den Ägypter Marei (2,06 Meter, 113 Kilogramm) vorbereiten. „Das Training ist viel intensiver mit Cameron“, sagt Patrick.

Dessen Mannschaft legte trotz der Weihnachtsfeiertage die Füße zuletzt nicht hoch. Die letzten vier Tage stand stets mindestens eine Einheit täglich an. Noch vor dem Sieg gegen Bayreuth vergangenen Samstag hatten seine Spieler dank des spielfreien Wochenendes eine längere Pause – und zeigten gegen Bayreuth nicht ihre beste Leistung. „Diese Woche sind wir im Training schon etwas schärfer“, stellt Patrick fest.

Carrington trifft auf alten Bekannten aus der belgischen Liga

Motiviert zeigte sich dabei auch Khadeen Carrington. Der mit im Schnitt 17 Punkten pro Partie beste Schütze der Ludwigsburger bekam im Spiel am Samstag den Ball einfach nicht im Korb unter und lieferte sein erstes Spiel für die Riesen mit null Punkten ab. Diese Woche habe er sich laut Patrick ein paar Würfe extra genommen. „Wichtig ist aber, dass er in der Verteidigung Energie mitbringt“, setzt der Ludwigsburger Trainer wie gewohnt andere Prioritäten. Zu tun bekommt es Carrington mit Paris Lee, den er aus seiner Zeit in der ersten belgischen Liga kennt, wo Lee im Trikot der Antwerpen Giants zum besten Spieler der Liga gewählt wurde.

Auch aufgrund solcher Verpflichtungen sieht Patrick sein Team nicht als Favorit an. „Wenn man die Namen und die Tiefe des Kaders sieht, weiß man, dass Bamberg der Favorit ist“, sagt Patrick. In der Tabelle stehen die Riesen allerdings mit zehn Siegen aus zwölf Partien vor den Oberfranken (elf Spiele, sieben Siege).

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