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Basketball

Hauptrunden-Endspurt der Riesen startet in Gießen

26 Siege, sechs Punkte Vorsprung vor Verfolger Alba Berlin, sechs Spiele in einem 15-tägigen Endspurt: Die Ludwigsburger Basketballer sind auf dem besten Weg, vor der im Mai beginnenenden Play-off-Runde als Spitzenreiter die Bundesliga-Hauptrunde abzuschließen.

Freude nach einem gelungenen Match in Braunschweig: Andrew Warren (2. von rechts) genießt den Zuspruch seiner Mitspieler, auch Riesen-Trainer John Patrick (rechts) applaudiert.Foto:Darius Simka/regios24
Freude nach einem gelungenen Match in Braunschweig: Andrew Warren (2. von rechts) genießt den Zuspruch seiner Mitspieler, auch Riesen-Trainer John Patrick (rechts) applaudiert. Foto: Darius Simka/regios24
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Ludwigsburg. Zum Auftakt des Mammutprogramms, das in den nächsten 15 Tagen noch sechs Spiele für den momentan unangefochtenen Tabellenführer vorsieht, wartet am heutigen Samstag (Tip-off 18 Uhr) mit den JobStairs Gießen 46ers ein Gegner, der sich auf dem vorletzten Tabellenplatz zwar in akuter Abstiegsnot befindet, der sich nach zuletzt starken Leistungen aber noch längst nicht aus der BBL verabschiedet hat.

Gießen kann sich keine Niederlage mehr leisten

Trotzdem steht dem Tabellensiebzehnten das Wasser bis zum Hals: Der Rückstand auf Weißenfels und Würzburg beträgt jeweils vier Punkte, zudem wurde gegen beide Kontrahenten der direkte Vergleich verloren. Die Gießener können sich also keine Niederlage mehr leisten. „Wir wollen mit Schwung in die letzten fünf Spiele der Saison gehen und nach Möglichkeit an die Leistungen aus den Spielen gegen Bayern, Göttingen und Berlin anknüpfen“, sagte Cheftrainer Rolf Scholz vor der richtungsweisenden Partie gegen den Ligaprimus.

Für die MHP-Riesen, die mit einem souveränen 107:91-Auswärtssieg bei den Löwen Braunschweig ihre diesjährigen Ambitionen untermauert haben, geht es indes darum, ihre eindrucksvolle Bilanz weiter aufzupolieren. Mit jedem weiteren Hauptrundensieg würden sich die Schwaben, nachdem sie den bisherigen Rekord in der Vorwoche eingestellt haben, mit einem neuen Bestwert in die Annalen des Clubs eintragen.

„Das war ein enorm wichtiger Sieg für uns“, sagte Trainer John Patrick nach dem Erfolg in Braunschweig. Dabei fand er besonders für zwei Spieler, die bislang eher in der zweiten Reihe standen, lobende Worte. Andrew Warren habe mit seiner Energie und fünf Dreiern vor der Pause die „nötigen Impulse“ gebracht. Auch der 19-jährige Debütant Nico Santiago Mojica, ein Ludwigsburger Eigengewächs, habe dem Team „auf dem Feld gute Minuten gegeben“, so Patrick.

Anders als in der Vergangenheit muss sich der amtierende Vizemeister mit Blick auf die Play-off-Plätze diesmal keine Sorgen machen. Sieben der acht Plätze sind bereits vergeben, um den letzten Platz streiten allerdings Bamberg, Göttingen und Frankfurt.

Zu beachten: Mit der Nachholpartie gegen Frankfurt (Dienstag, 19 Uhr, MHP-Arena) und dem Auswärtsspiel am Freitag in Bamberg stehen gleich zwei Play-off-Wackelkandidaten auf dem Terminkalender der Riesen. Wobei die Franken mit sechs Punkten Vorsprung auf Rang neun ein gewisses Polster haben, die Hessen mit zwei Spielen weniger aber keineswegs aussichtslos sind. Während sich die Ludwigsburger vor allem auf ihre Defensive verlassen können, hat das Team von Trainer Scholz genau hier seine Probleme: 94,7 Punkte lassen John Bryant, Brandon Thomas und Co. im Schnitt pro Partie zu, die Riesen gerade 75,6 Punkte. Offensiv sind die Mittelhessen durchaus auf Augenhöhe.

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