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Basketball

In Würzburg haben Riesen Rechnung offen

Wenn heute Abend (20.30 Uhr) in der Würzburger s.Oliver-Arena die Ludwigsburger Basketballer auf den Gastgeber treffen, wird eine Serie mit Sicherheit reißen. Würzburg hat inzwischen drei Siege in Folge, die MHP-Riesen gar fünf auf ihrem Konto – aber noch eine Rechnung offen.

Gute gelaunt nach Würzburg: Marcos Knight und die MHP-Riesen strotzen momentan vor Selbstbewusstsein. Foto: Baumann
Gute gelaunt nach Würzburg: Marcos Knight und die MHP-Riesen strotzen momentan vor Selbstbewusstsein. Foto: Baumann
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Ludwigsburg. Würzburg und John Patrick – das ist eine ganz besondere Geschichte. In der Saison 2011/2012 trainierte der heute 51-jährige US-Coach den Bundesligaaufsteiger, ehe der Vertrag vorzeitig aufgelöst wurde. Patrick wechselte im Frühjahr 2013 zu den MHP-Riesen und ist nach inzwischen fast siebenjähriger Tätigkeit in der Barockstadt zum Erfolgscoach gereift.

Trotzdem bleiben auch für ihn die Duelle mit den Mainfranken von besonderer Bedeutung. „Klar sehe ich den Revanchefaktor. Wir haben schon manche knappe Niederlagen erlitten und treffen auf ein ungemein talentiertes Team, das drei sehr gute Guards und seine Stärken auch auf den Positionen 4 und 5 hat“, warnt er. Mit den knappen Niederlagen dürfte Patrick vor allem die jüngsten Auftritte ansprechen. In der „Turnhölle“ – so genannt wegen des Charmes einer Turnhalle, den die Spielstätte ausstrahlt, aber auch wegen der besonders hitzigen Atmosphäre – erwartet die Schwaben ein exzellent aufgelegter Gegner, gegen den sie ihre letzten drei Partien allesamt verloren.

Besonders im jüngsten Auswärtsspiel sahen die Riesen nach einer 17-Punkteführung schlecht aus und unterlagen 79:82. „Meine Jungs sind also hochmotiviert“, erzählt Patrick, der seinem Kader nach einer intensiven Trainingswoche gestern frei gegeben hat. Wie Ludwigsburg hat auch Würzburg aufgrund der fehlenden Doppelbelastung momentan einen Lauf – und rollt das Feld von hinten auf. Das Team von Denis Wucherer rangiert mit einer 5:3-Bilanz auf Tabellenplatz acht und verlor bislang lediglich gegen Oldenburg, München und Berlin.

Das Guard-Trio Cameron Wells, Jordan Hulls und Skyler Bowlin bilden den Mannschaftskern, aber auch Center Luke Fischer und die beiden nachverpflichteten Power Forwards Junior Etou und Victor Rudd sind gefährliche Offensivwaffen. Khadeen Carrington, Marcos Knight und Jonas Wohlfarth-Bottermann sind also gewarnt, wollen aber unbedingt den achten Sieg im neunten Ligaspiel feiern.

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