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Basketball
Jonah Radebaugh und James Woodard sollen bei den MHP-Riesen die Rolle von Jordan Hulls füllen

Als Anführer gefragt: Jonah Radebaugh (links) und James Woodard. Foto: Baumann
Als Anführer gefragt: Jonah Radebaugh (links) und James Woodard. Foto: Baumann
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Jordan Hulls wird den MHP-Riesen Ludwigsburg auch über die Partie bei den Niners Chemnitz am Samstag (20.30 Uhr, Magentasport) in der Basketball-Bundesliga hinaus fehlen. Diese Lücke soll ein US-amerikanisches Duo füllen – im besten Fall besser als zuletzt bei der Niederlage in der Champions League.

Ludwigsburg. Wie lange Jordan Hulls den MHP-Riesen Ludwigsburg genau fehlen wird, kann Trainer John Patrick noch immer nicht genau sagen. Dass der Basketball-Bundesligist seinen US-amerikanischen Aufbauspieler allerdings als Anführer auf dem Feld vermissen wird, steht spätestens seit dem Spiel bei Hapoel Holon unter der Woche in der Champions League außer Frage. „Wir haben so natürlich ein Defizit im Shooting“, sagt Patrick über den an der Wade verletzten Scharfschützen Hulls sowie seinen zuletzt ebenfalls fehlenden Sohn Jacob Patrick.

Hulls wird, so Coach Patrick, „mindestens mehrere Wochen ausfallen“. Da seine Wade wegen einer Muskelverletzung noch stark geschwollen ist, können auch MRT-Bilder keinen endgültigen Aufschluss über das genaue Ausmaß der Muskelverletzung geben. Und so hofft Patrick vor allem, dass andere Spieler in die Führungsrolle von Hulls hineinwachsen. Explizit nennt er dabei vor dem Auswärtsspiel bei den Niners Chemnitz (Samstag, 20.30 Uhr) Jonah Radebaugh und James Woodard. „Es ist eine gute Chance für sie, zu zeigen, dass sie mehr als reine Scorer sind“, so Patrick. Beide sollen das Spiel lenken und nicht nur eigene Würfe kreieren.

Enttäuschende Leistung bei Niederlage in Israel

Gegen Holon in der Champions League klappte das überhaupt nicht. Nur 21 Punkte gelangen in der ersten Spielhälfte, ehe im Schlussviertel vollends die Luft ausging und man mit 51:69 verlor. „Wir haben in den letzten zehn Minuten ohne Kopf gespielt“, moniert Patrick. Sein Team gab in Israel trotz alledem erst im letzten Abschnitt das Spiel komplett aus der Hand.

Nun soll gegen Chemnitz also Wiedergutmachung betrieben werden – und das gleich in zweierlei Hinsicht. Denn auch das Hinspiel gegen Chemnitz in der MHP-Arena ging für die Riesen verloren. Damals besiegelte Mindaugas Susinskas mit einem Tip-in sechs Sekunden vor Spielende den 76:74-Sieg der Niners. Keine Seltenheit in dieser Saison, dass die Sachsen am Ende einer engen Partie als Sieger vom Parkett gingen. „Sie haben viele enge Spiele gewonnen“, nennt Patrick als Grund dafür, wie sich die Niners in dieser Saison vom Abstiegs- zum Play-off-Kandidaten gemausert haben.

Als Tabellenvierter liegen die Chemnitzer sogar einen Rang vor den Riesen. Beide Teams haben 13 Siege aus 19 Partien auf dem Konto. „Ich glaube, wir sind zwar müde“, sagt Patrick nach der Niederlage in Holon, die Extraportion Kraft soll nun aber aus einer Trotzreaktion kommen: „Wir müssen ein bisschen Wut im Bauch haben.“