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Basketball

„Kleiner Krimi“ mit Happy End für die Ludwigsburger

Die Riesen machen es in der Auswärtspartie bei den Telekom Baskets Bonn spannender als nötig, gewinnen aber auch das zweite Spiel der Basketball-Bundesliga-Saison mit 86:82.

Kampf unter dem Korb: Elias Harris (links) und Yorman Polas Bartolo (rechts) machen dem Bonner James Thompson das Leben schwer. Foto: Eibner
Kampf unter dem Korb: Elias Harris (links) und Yorman Polas Bartolo (rechts) machen dem Bonner James Thompson das Leben schwer. Foto: Eibner

Ludwigsburg/Bonn. Nach dem 86:82-Auswärtssieg gestern bei den Telekom Baskets Bonn sprach Topscorer Elias Harris (26 Punkte) bei Magentasport von einem „kleinen Krimi“. Immerhin: Obwohl Harris und die MHP-Riesen Ludwigsburg auf diese Spannung gerne verzichtet hätten, gingen die Barockstädter auch im zweiten Spiel der Basketball-Bundesliga-Saison als Sieger vom Parkett und freuten sich über einen Krimi mit Happy End.

Besonders Harris zählte dabei zu den Hauptdarstellern der Nachmittagsunterhaltung im leeren Telekom Dome. Zu Beginn hatten die Riesen um Center Harris deutliche Probleme mit den großen Bonner Akteuren um Leon Kratzer. Der 2,12-Meter-Hühne markierte acht der ersten zwölf Baskets-Punkte, darunter ein sehenswerte Dunk nach Alley-Oop-Anspiel von Anthony DiLeo. Besonders Harris stemmte sich mit sechs frühen Punkten dagegen, konnte aber eine 18:10-Führung der Bonner nicht verhindern. „Wir sind langsam gestartet und haben bis zur Halbzeit das Momentum auf unsere Seite gebracht“, sagte der Nationalspieler nach der Partie. Ein Hakenwurf von Jonas Wohlfarth-Bottermann und ein Dreier von Jaleen Smith verkürzten zum Ende des ersten Viertels auf 22:23.

Riesen-Lauf und Bonner Durststrecke

Es folgte ein viertelübergreifender 16:0-Lauf: Wohlfarth-Bottermann und Lukas Herzog mit Offensivrebounds und anschließenden Punkten sowie der Ex-Bonner Yorman Polas Bartolo von jenseits der Drei-Punkte-Linie stellten eine komfortable 35:23-Führung her. Unter dem Korb beherrschten die Schwarz-Gelben mittlerweile das Spiel und aus der Distanz fand bei den Baskets beinahe zwei Viertel lang kein Ball den Weg in den Korb. Erst ein Dreier von Deividas Gailius mit der Schlusssirene beendete die Durststrecke kurz vor der Halbzeit und verkürzte den Abstand auf 34:46.

Nun war für Bonn der Knoten geplatzt. Chris Babb und Josh Hagins trafen gleich zu Beginn des dritten Viertels aus der Ferne und ließen Rückstand auf sechs Punkte schrumpfen (48:42). In einer nun ausgeglichenen Partie glich DiLeo von der Freiwurflinie eine Minute vor dem Schlussviertel aus (64:64).

In diesem machten sich die Bonner mit etlichen Fouls das Leben schwer. Gailius, mit 13Zählern dennoch bester Schütze der Gastgeber, schlug sich nach seinem fünften Foul die Hände vor dem Gesicht zusammen und durfte nur noch von der Bank zusehen, wie die Riesen wieder davonzogen. Tremmell Darden nutzte einen überflüssigen Bonner Ballverlust zum 75:67, Barry Brown erhöhte mit einem Wurf aus der Bedrängnis auf 78:67.

Ludwigsburg hatte scheinbar alles im Griff, doch das nun vor sich hinplätschernde Spiel wurde durch DiLeo und Xavier Pollard wiederbelebt. Fünf Punkte der beiden brachten Bonn auf vier Zähler heran – und Riesen-Trainer John Patrick dazu, zwei Minuten vor Spielende eine Auszeit zu nehmen. Erst nachdem Jaleen Smith für die Riesen – anders als auf der Gegenseite Hagins kurz zuvor – keine Nerven von der Freiwurflinie zeigte und auf 86:82 stellte, war das Spiel zwölf Sekunden vor dem Ende zugunsten der Gäste entschieden.

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