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Ludwigsburg legt Fokus mit hungrigem Kader ganz auf die Bundesliga

Mit dem Spiel beim Mitteldeutschen BC in Weißenfels starten die MHP-Riesen Ludwigsburg heute Abend in die Basketball-Bundesligasaison 2019/2020. Trainer John Patrick setzt auf einen runderneuerten Kader mit jungen und hungrigen Talenten.

Ludwigsburg.. Es klingt fast Erleichterung aus der Stimme von John Patrick, wenn er über die Chancen der MHP-Riesen in der neuen Basketball-Spielzeit 2019/2020 spricht. Erstmals seit drei Jahren geht der Bundesliga-Dauergast ohne internationale Verpflichtungen in die Saison. Natürlich, so Patrick, würde man auf Dauer gerne wieder international spielen. Aber angesichts der notwendigen personellen Neuorientierung täte ein Jahr Pause dem Verein sicher gut.

Dabei hat sich nicht die Philosophie des Trainers geändert, vielmehr hat die Erfahrung der Vorsaison, als ältere Spieler meinten, ihren „Ego-Zock“ (Patrick) ausspielen zu müssen, zu tiefgreifendem Umdenken geführt.

Weil Patricks Team vor allem in der Offensive eklatante Schwächen offenbarte, wurde die sechste Play-off-Teilnahme in Folge verpasst. „Umso erstaunlicher war es, dass wir bis zum letzten Spieltag um einen Play-off-Platz kämpften“, sagt Patrick im Rückblick und räumt ein, selbst wichtige Erfahrungen gemacht zu haben, aus denen er gelernt habe.

Die Folge: Akribisch wie nie schauten Patrick und sein Team um Co-Trainer David Gale in der sogenannten Offseason nach neuem Personal. Fündig wurden die Riesen in der Pro A, in der 2. Liga und in der Bundesliga, insbesondere aber in der G-League und am College in den USA.

Allein acht Neuzugänge sind 25 Jahre alt oder jünger. Mit nun sechs Amerikanern und sechs deutschen Spielern glaubt der Coach, ein defensi- und offensivstarkes Team mit „viel Energie und Enthusiasmus“ zusammengestellt zu haben. „Die Play-offs sind immer unser Ziel, aber das sagen wir den Spielern nicht“, nennt Patrick das Saisonziel und stapelt dabei bewusst tief. Seinen Meisterschaftstipp formuliert er

klar: „Ich denke, dass Bayern München den Titel verteidigt. Wobei München und Berlin sehr starke Kader haben, die auf dem Papier allen Gegnern überlegen sind.“

Trotzdem macht der Coach mit Blick auf die „knallharte Belastung“ eine Einschränkung: „Beide Clubs werden in der Euroleague sehr viele Spiele absolvieren müssen, mögliche Verletzungen könnten ihnen zu schaffen machen. Das Rennen wird also spannend – auch wenn die Favoriten klar sind.“

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