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Basketball

Ludwigsburg zeigt in Russland Siegermentalität

Die MHP-Riesen Ludwigsburg haben ihre Aufholjagd in der Champions League fortgesetzt. Trotz großer Personalprobleme besiegte der Basketball-Bundesligist gestern das russische Team Nizhny Nowgorod mit 76:74.

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Nervenstark in der Schlussphase: Ludwigsburgs Karim Jallow.Foto: BCL

Ludwigsburg. 29 Sekunden vor Ende des Champions-League-Spieles hätte Ilya Popov den Ausgleich erzielen können. Doch der Basketball-Spieler von Nizhny Nowgorod vergab seine Freiwürfe. Als der zweite Versuch vom Ring sprang, sicherte sich Karim Jallow den Rebound. Im Zusammenspiel mit Jordon Crawford setzte er zum Gegenstoß an und dunkte den Ball zum entscheidenden 75:71 in den Korb. Das reichte den MHP-Riesen Ludwigsburg, die am Ende mit 76:74 siegten und damit allen Problemen trotzten.

Einen Schreckmoment gab es dennoch: In den Schlusssekunden musste Adam Waleskowski blutend vom Feld, als er Owen Klassens Ellbogen beim gemeinsamen Kampf um den Ball ins Gesicht bekam.

Neben den Verletzungen von Malcolm Hill (Kreuzbandriss), Konstantin Klein (Innenbandriss im Knie) und David McCray (Fußverletzung und Grippe) fiel auch der zuletzt starke Lamont Jones aus. Er hatte Probleme mit dem Visum und konnte nicht nach Russland reisen. Nur zehn Spieler standen deshalb im Kader. Darunter die Nachwuchsakteure Quirin Emanga (18 Jahre) und Lukas Herzog (17 Jahre). Emanga kam dabei auf 14:32 Minuten Einsatzzeit, in denen er zwei Punkte erzielte und vor allem defensiv gute Ansätze zeigte.

In dem von Beginn an ausgeglichenen Spiel agierten die Ludwigsburger konzentriert und diszipliniert, vermieden unnötige Fouls und glichen ihren zahlenmäßigen Nachteil so aus. Mit 39:39 ging es in die Halbzeitpause.

Auch in der zweiten Hälfte konnte sich keine der beiden Mannschaften absetzen. In der Schlussphase zeigte sich, dass die Ludwigsburger im Vergleich zum Saisonbeginn deutlich an Zusammenhalt, Selbstvertrauen und Nervenstärke gewonnen haben. Während die Gastgeber ihre Freiwürfe vergaben, blieben die Schwaben cool und spielten ihre Angriffe überlegt zu Ende. Nach fünf Niederlagen zu Beginn der Gruppenphase war der Sieg in Russland der zweite Erfolg hintereinander.