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Basketball

Ludwigsburger Kantersieg in Kiew

Gegen die stark eingeschätzten Ukrainer des BC Prometey gewinnen die MHP-Riesen Ludwigsburg in der Basketball-Champions-League mit 86:64. Nach zwei Siegen aus zwei Spielen liegen die Riesen auf Platz eins in der Gruppe A.

Spektakulär an beiden Enden des Feldes: Justin Simon (rechts) mit einem starken Block gegen Prometeys Oleksandr Lypovyy. Foto: Basketball Champions League
Spektakulär an beiden Enden des Feldes: Justin Simon (rechts) mit einem starken Block gegen Prometeys Oleksandr Lypovyy. Foto: Basketball Champions League

Kiew/Ludwigsburg. Schon der erste Treffer der MHP-Riesen Ludwigsburg im Champions-League-Auswärtsspiel beim BC Prometey ließ erahnen, was das Team aus der Ukraine am gestrigen Abend erwarten sollte. Yorman Polas Bartolo versenkte aus rund drei Metern hinter der Dreierlinie scheinbar mühelos seinen Distanzwurf zum 3:3. Es war der Auftakt zu einem hoch überlegenen Sieg der Ludwigsburger, die durch das 86:64 in Kiew nach zwei Siegen aus zwei Spielen zunächst die Führung in der Gruppe A einnehmen. Zum Auftakt hatten die Riesen Dinamo Sassari aus Italien in der MHP-Arena mit 94:81 besiegt.

Dabei war das gestrige Spiel gerade zu Beginn noch ausgeglichen. Zwar deuteten die Riesen bereits an, im Angriff in Spiellaune zu sein, der Gastgeber aus der Ukraine konnte damit aber mithalten. Sean Evans fand mit einem herrlichen Pass hinter seinem Rücken den Ex-Ludwigsburger D.J. Kennedy, der keine Mühe hatte, sein Team mit einem Korbleger zum 7:8 im Rennen zu halten. Ein Ludwigsburger Zwischenspurt mit Körben von Rawle Alkins sowie einem Dreier von Jonathan Bähre zwangen BC-Coach Ronen Ginzburg zu seiner ersten Auszeit beim Stand von 15:8 für die Riesen.

Sein Team tat sich dennoch schwer, kam auch mit der Ludwigsburger Ganzfeldverteidigung nicht zurecht. Die Folge war ein Acht-Sekunden-Regelverstoß im ersten Durchgang. Dreier von Kennedy und Chris Dowe ließen den Rückstand bis Viertelende dennoch auf 17:20 schmelzen.

Im zweiten Durchgang setzte Justin Simon, der auf beiden Seiten des Feldes erneut zu den besten Riesen gehörte, Center Bähre klasse in Szene. Den Simon-Pass versenkte der 25-Jährige problemlos zum 27:19 – der bis dahin höchsten Führung der Partie. Auf diese folgte allerdings die beste Phase der Ukrainer. Begünstigt durch Ludwigsburger Unkonzentriertheiten ließ Prometey nun den Ball besser laufen, ging mit einem 9:0-Lauf sogar mit 28:27 in Front.

Spielentscheidender 10:0-Lauf der Riesen

Scheinbar wachgeküsst von diesem etwas überraschenden Rückstand drehten die Riesen wiederum auf. Prometey gelang beinahe fünf Minuten am Stück so gut wie nichts bei eigenem Ballbesitz. Jonah Radebaughs Dreier krönte einen 10:0-Lauf der Gäste zum 37:28. Das letzte Wort in der ersten Spielhälfte hatte dann Jordan Hulls, der in vier Sekunden über das ganze Feld stürmte und mit der Schlusssirene zum 41:33 traf.

Hatte Prometey die Riesen bis dahin noch nicht weiter davonziehen lassen, folgte die Vorentscheidung im dritten Durchgang. Insgesamt 18 Ballverluste der Gastgeber verhinderten dagegen eine Aufholjagd. Auf der anderen Seite zeigten sich die Riesen in den entscheidenden Momenten eiskalt: Erneut Radebaugh verwandelte ansatzlos einen Dreier aus dem Stand zum 59:45 und entnervte damit die Prometey-Verteidigung. Am Ende kam Radebaugh auf 14 Zähler, gegen Sassari hatte er gar 24 Punkte aufgelegt. Der 15. Ballverlust der Gastgeber wenig später führte zu einfachen Punkten von Simon zum 68:49. Mit 18 Punkten und zwölf Rebounds war Simon, wie schon beim Bundesliga-Sieg gegen Alba Berlin am Sonntagnachmittag, auffälligster Ludwigsburger. Auf Seiten von Prometey erinnerte zumindest Kennedy an seine erfolgreiche Zeit im Riesen-Trikot. 18 Zähler legte der US-Amerikaner auf, darunter der Dreier zum 64:86-Endstand.

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