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Basketball-Bundesliga

MHP-Riesen auch gegen Oldenburg souverän

Die MHP-Riesen Ludwigsburg bleiben in der Basketball-Bundesliga das Maß der Dinge. Auch für den Tabellendritten aus Oldenburg war in der MHP-Arena nichts zu holen. Beim 98:87-Erfolg der Schwaben lagen die Norddeutschen nicht ein einziges Mal in Führung.

Starkes Debüt: Riese Jamel McLean (rechts) setzt sich gegen Martin Breunig durch. Foto: Baumann
Starkes Debüt: Riese Jamel McLean (rechts) setzt sich gegen Martin Breunig durch. Foto: Baumann

Ludwigsburg. John Patrick neigt nie zu euphorischer Abgehobenheit. Der Trainer der MHP-Riesen Ludwigsburg versucht, auch im Erfolg Mannschaft und Umfeld auf dem Boden zu halten. Am Samstagabend ordnete er den 98:87-Erfolg des Basketball-Bundesligisten über die EWE Baskets Oldenburg entsprechend nüchtern und selbstkritisch ein. „Wir haben gut angefangen. In Folge unseres 18-Punktevorsprungs waren wir unkonzentriert, dass Oldenburg herangekommen ist, war unnötig“, sagte der 53-Jährige. „Wir können aus diesem Spiel lernen.“

Dabei hatte seine Mannschaft gerade den 17. Sieg in Folge errungen und war dabei äußerst souverän. Nicht einmal lag der Tabellendritte in der MHP-Arena in Führung. „Ludwigsburg hat immer die richtige Antwort gegeben“, stellte Gästecoach Mladen Drijencic nach dem Spiel fest.

Langweilig war die Partie trotzdem nicht. Ludwigsburg startete zwar stark – Yorman Polas Bartolo traf mit zwei Würfen zum 5:0 – danach kämpfte sich Oldenburg jedoch wieder in Schlagdistanz. Mehr aber auch nicht. Die Routiniers Polas Bartolo und Tremmell Darden spielten defensiv herrausragend, aber auch das gesamte Team agierte konzentriert.

Untypisch für das Spiel der Riesen: Die Gastgeber durften mehr als doppelt so oft an die Freiwurflinie, wie die Oldenburger. Dennoch zwangen die Riesen die Gäste zu 16 Ballverlusten. Normalerweise bekommen eher die Schwaben durch ihre aggressive Ganzfeldverteidigung Foulprobleme. Doch nun war es umgekehrt. Die Norddeutschen konnten die Riesen oft nur mit einem Foul stoppen.

Dazu feierte Zugang Jamel McLean einen Einstand nach Maß. Der wertvollste Spieler der Saison 2014/15 war zuletzt ein Jahr vereinslos und konnte nur eine Woche lang mit dem Team trainieren. Dennoch steuerte er 18 Punkte bei. „Er ist noch nicht bei 100Prozent, aber seine Qualität ist unbestritten“, sagte Patrick. „Er hat uns unter dem Korb geholfen.“

Wirklich gefährlich wurde es für den Spitzenreiter nur einmal. Zwei Minuten vor Schluss trafen die Riesen mehrere Würfe in Folge nicht, Oldenburg kam bis auf drei Punkte heran (88:85). Doch Jordan Hulls per Dreier, McLean und Jaleen Smith per Dreier beendeten innerhalb von einer Minute den kurzen Spannungsmoment und stellten auf 96:85.

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