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Basketball-Bundesliga

MHP-Riesen können auch Play-offs

Die MHP-Riesen Ludwigsburg sind mit einem 83:69-Sieg in die Play-offs der Basketball-Bundesliga gestartet. Doch der erste von drei nötigen Erfolgen im Viertelfinale gegen Brose Bamberg war hart umkämpft.

MVP: Jaleen Smith setzt sich unter dem Bamberger Korb durch. Foto: Baumann
MVP: Jaleen Smith setzt sich unter dem Bamberger Korb durch. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Die Schlusssekunden waren relativ entspannt. Doch zuvor mussten die MHP-Riesen Ludwigsburg alles abrufen, um das erste Spiel im Play-off-Viertelfinale der Basketball-Bundesliga gegen Brose Bamberg mit 83:69 zu gewinnen. Bereits morgen geht es in der Best-of-Five-Serie weiter. „Wir waren am Anfang etwas nervös. Das war in der zweiten Hälfte besser. Wir haben dann eine exzellente Verteidigung gespielt“, sagte Riesen-Trainer John Patrick nach dem Spiel.

Wenig Spielfluss, viele Fehlwürfe – in den Anfangsminuten taten sich die Riesen gegen giftige Bamberger schwer. Während die Gäste ein kleines Feuerwerk zündeten, klappte bei den Hausherren wenig. Beim Stand von 0:8 nahm Patrick die erste Auszeit, dennoch blieb Bamberg am Drücker und baute die Führung durch David Kravishs Vier-Punkte-Spiel auf 17:7 aus.

Es dauerte einige Minuten bis die Ludwigsburger im Play-off-Modus ankamen und ihr Tempo und ihre Intensität ebenfalls steigerten. Vor allem der junge Lukas Herzog brachte einen Schwung Energie in die Mannschaft mit den gelben Trikots. Zwar mussten die Riesen um jeden Punkt hart kämpfen, doch der Rückstand schmolz bis zum Ende des Durchgangs auf 18:22.

Im zweiten Viertel gab Jaleen Smith den Takt vor. Der wenige Stunden vor der Partie zum wertvollsten Spieler der Saison (MVP) gekürte Akteur traf innerhalb kurzer Zeit zwei Dreier und machte den Ausgleich zum 24:24. Jonah Radebaugh traf kurz darauf fünf Punkte in Folge und brachte die Schwaben so mit 33:28 in Führung. Bis zur Halbzeit baute Ludwigsburg den Vorsprung weiter bis auf 41:33 aus.

Spannend war es auch in der zweiten Hälfte. Ludwigsburg blieb konstant vorne, nach Andrew Warrens Dreier sogar mit 13Punkten (53:40, 47. Spielminute), aber Bamberg gab nicht auf und verkürzte bis zu Beginn des Schlussviertels (58:50). In den letzten zehn Minuten blieb es hektisch, Ludwigsburg wirkte dabei oft verkrampft.

Vor allem Jamel McLean gab den Riesen aber in der Schlussphase mit Übersicht und Ruhe Halt und erzielte wichtige Punkte. Vier Minuten vor Spielende gelang ihm ein Drei-Punkte-Spiel zum 73:59. Als der bis dahin glücklose Jordan Hulls zwei Minuten vor Schluss per Dreier traf und Warren kurz darauf zum 79:63 nachlegte, war das Spiel entschieden.

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