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Basketball

MHP-Riesen Ludwigsburg gehen nach dem 84:66-Sieg gegen Rasta Vechta gelassen in die Länderspielpause

Tabellenführung verteidigt. Abstand zu den Verfolgern vergrößert, jetzt zwei Wochen Zeit zur Regeneration: Die MHP-Riesen Ludwigsburg können nach dem 84:66-Auswärtssieg gegen Rasta Vechta gelassen in die Länderspielpause gehen.

Topscorer in Vechta: Desi Rodriguez. Foto: Baumann
Topscorer in Vechta: Desi Rodriguez. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Wenige Stunden vor dem Tip-off am Freitag in Vechta gab es für die MHP-Riesen eine unerwartete Wende, die die zurückliegenden Stresswochen doch etwas entspannter ausklingen lassen wird: Aufgrund eines positiven Corona-Befundes bei s.Oliver Würzburg wurde die ursprünglich für Sonntag angesetzte Partie auf einen unbestimmten, späteren Zeitpunkt verlegt.

Bislang waren die Ludwigsburger von Spielabsagen aufgrund positiver Corona-Befunde verschont geblieben, die Verlegung des zweiten Rückrundenspiels erlaubt es Riesen-Trainer .John Patrick nun, seinen Spielern für einige Tage trainingsfrei zu geben. Verdient habens sie es sich nach dem 15. Sieg in Folge allemal. „Bis Mittwoch haben die Jungs frei“, hatte der Coach schon vor Spielbeginn in Vechta versprochen.

Radebaugh und Rodriguez stark

Freude dürfte Patrick der Auftritt seiner Mannschaft, die erneut ohne Barry Brown auskommen musste, trotz einiger schwächerer Phasen nach der Halbzeit bereitet haben. Neben ihrem Spielmacher Jaleen Smith (18 Punkte) überzeugten wieder einmal Lukas Herzog, der in den ersten 16 Minuten elf Zähler markierte, vor allem aber auch Jonah Radebaugh (12 Punkte) und Topscorer Desi Rodriguez (20), die im Schlussviertel den ungefährdeten Sieg absicherten. Beide Zugänge markierten jeweils Karrierebestwerte und sorgten für einen am Ende überlegenen Spielfluss ihres Teams. „Ich bin immer bereit, mein Bestes zu geben“ sagte Radebaugh nach der Partie.

Für Ludwigsburg spielten: Rodriguez (20 Punkte), Smith (18) Radebaugh (12), Herzog (11), Wohlfarth-Bottermann (9), Hulls (6), Polas Bartolo (5), Warren (3), Jac. Patrick, Darden, Joh. Patrick.

Während die Ludwigsburger nach der zweiten winterlichen Auswärtsfahrt binnen fünf Tagen nun gelassen in die Länderspielpause gehen und Zeit zum Relaxen finden werden, blieben ihre Verfolger nicht ohne Überraschungen.

So kassierte Alba Berlin eine schmerzliche Niederlage. Der Club aus der Hauptstadt unterlag am Sonntag nach zuvor elf Siegen nacheinander bei Brose Bamberg mit 67:76. Die Hausherren setzten indes ein Ausrufezeichen im Kampf um die Play-off-Ränge.

Während bei den personell geschwächten Oberfranken Christian Sengfelder mit zwei Karrierebestwerten (31 Punkten und 17 Rebounds) auftrumpfte, erwischten die müde wirkenden Berliner besonders in der Offensive einen schlechten Tag. Zwar führte Alba im Schlussabschnitt noch mit 59:57 (33.), doch Bamberg erkämpfte sich den Heimsieg.

Dadurch büßen die Berliner auch den zweiten Platz ein. Mit jetzt 16 Saisonerfolgen ziehen die Hakro Merlins Crailsheim vorbei. Die Baden-Württemberger setzten sich bei der BG Göttingen souverän mit 109:81 durch. Dabei hinterließ der Marathon mit dem vierten Spiel in neun Tagen personelle Spuren. Moe Stuckey und Nimrod Hilliard konnten nicht gegen die Veilchen auflaufen. Trotz der extrem verkleinerten Rotation zeigte das Team von Coach Tuomas Iisalo eine enorm konzentrierte Leistung. Defensiv standen die Crailsheimer zur meisten Zeit stabil, vorne zeigten sie ihre Treffsicherheit. Fünf Spieler scorten zweistellig, besonders der ehemalige Ludwigsburger Center Bogdan Radosavljevic trumpfte mit 28 Punkten und zehn Rebounds auf.

Ulm besiegt Frankfurt

„Das war das vierte Spiel in neun Tagen und wir hatten einige verletzte Spieler, also mussten wir mit einer Zwei-Guard-Rotation spielen“ sagte Trainer Iisalo, der ebenfalls froh auf die anstehende Saisonunterbrechung ist: „Unsere Spieler haben sich diese kleine Pause jetzt komplett verdient.“

Mit dem 16. Saisonsieg und der zeitgleichen Niederlage von Alba Berlin kletterten die Hohenloher wieder auf den zweiten Tabellenplatz. Außerdem erlitten die Fraport Skyliners einen Rückschlag, sie verloren gegen ratiopharm Ulm mit 68:87.

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