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Basketball-Bundesliga

MHP-Riesen Ludwigsburg treffen auf Oldenburg - ein ehemaliges Topteam in Schieflage

Tabellenschlusslicht EWE Baskets Oldenburg muss gegen die MHP-Riesen Ludwigsburg am Samstag (20.30 Uhr/Magentasport) auf die Zähne beißen. Als wäre die Situation beim einstigen Spitzenclub nicht ohnehin schon angespannt, kommen die Baskets aus einer mehrwöchigen Zwangspause.

Ein eigentlich erfolgreiches Duo auf der Suche nach Lösungen: der langjährige Trainer Mladen Drijencic (links) und BBL-Urgestein Rickey Paulding. Foto: Eibner
Ein eigentlich erfolgreiches Duo auf der Suche nach Lösungen: der langjährige Trainer Mladen Drijencic (links) und BBL-Urgestein Rickey Paulding. Foto: Eibner

Ludwigsburg.. Für die EWE Baskets Oldenburg lief in dieser Saison nahezu alles schief, was schieflaufen konnte. Aus dem Team, das über Jahre hinweg nicht aus den Top-Rängen der Basketball-Bundesliga zu denken war, ist zumindest laut BBL-Tabelle die schwächste Kraft der Liga geworden. Als Tabellenschlusslicht treffen die Baskets am Samstag auf die MHP-Riesen Ludwigsburg – und das nach einer 20-tägigen Corona-Zwangspause auch noch mit letzter Kraft.

„Wir müssen alle Energie auf das Spielfeld bringen und dann hoffen, dass die Kraft möglichst lange reicht“, sagte Baskets-Trainer Mladen Drijencic vor der Partie im Spieltagsmagazin der Baskets. Seit 2015 coacht Drijencic die Oldenburger, verpasste in dieser Zeit kein einziges Mal die Play-offs. In dieser Saison gab es dagegen erst zwei Siege in elf Spielen zu feiern. Aus der Champions League schieden die Baskets mit nur einem Sieg sang- und klanglos aus. Die Suche nach Gründen für den sportlichen Absturz erweist sich bislang als alles andere als einfach. „Wir haben Gespräche geführt, einige Erklärungen bekommen, aber sind auf keinen Nenner gekommen“, sagte Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller dem NDR.

Immerhin können die Nordlichter auf eine Konstante zählen: Rickey Paulding. Das Urgestein ist neben Sebastian Herrera, Phil Pressey und Ex-Riese Martin Breunig einer von vier Spielern, die vergangene Saison schon das Baskets-Trikot trugen. Die Abgänge von Rasid Mahalbasic, Nathan Boothe und Philipp Schwethelm taten dem nun deutlich verjüngten Team dagegen weh. Hinzu kamen Coronasorgen, weswegen Oldenburg derzeit fünf Spiele weniger auf dem Konto hat als die BBL-Konkurrenz. „Das wirft uns zusätzlich aus der Bahn“, monierte Schüller. Am zweiten Weihnachtsfeiertag waren mehrere Profis positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Oldenburg erwartet direkt einanspruchsvolles Spiel

Nun geht es zurück aufs Parkett und direkt gegen die für ihre Intensität bekannten Riesen. „Ludwigsburg lebt von der Energie und Aggressivität, versucht in den Kopf der Gegner zu kommen“, sagte Coach Drijencic.

Für sein Gegenüber John Patrick wird es dagegen schwierig, sich auf den Gegner einzustellen. „Oldenburg ist eine extrem talentierte Mannschaft. Sie haben ordentlich Schlagkraft“, sagte der 52-Jährige über das junge Team. „Aber nach so einer Pause ohne Spiele ist es schwierig einzuschätzen, wie sie spielen.“

Für die Ludwigsburger könnte Ethan Happ zu seinem Debüt kommen. Der 25Jahre alte und 2,08 Meter große Neuzugang kann besonders die großen Spieler Jonathan Bähre und Jonas Wohlfarth-Bottermann im Rebounding entlasten. Mit Happ an der Seitenlinie holten die Riesen zuletzt einen 87:67-Heimsieg gegen medi Bayreuth. Zuvor hatte es für den derzeit Tabellenachten im Kampf um die Play-offs zwei Siege und zwei Niederlagen gegeben. „Es freut mich, dass Ethan Happ nun bei uns ist und wir ihn im Laufe der Woche in die Mannschaft integrieren können“, sagte Patrick nach dem Sieg gegen Bayreuth.

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