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Basketball

MHP-Riesen Ludwigsburg verlieren das letzte Champions-League-Gruppenspiel gegen den BC Prometey

Die bereits vor der Partie als Gruppensieger feststehenden MHP-Riesen Ludwigsburg liefern dem BC Prometey einen harten Kampf – verlieren in der Basketball-Champions-League aber mit 60:71.

Die Riesen um James Woodard (links) bringen D‘Angelo Harrison und den BC Prometey ins Straucheln – am Ende gewinnen jedoch die Ukrainer. Foto: Baumann
Die Riesen um James Woodard (links) bringen D‘Angelo Harrison und den BC Prometey ins Straucheln – am Ende gewinnen jedoch die Ukrainer. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Spannend, abwechslungsreich und nach Spielende auch noch emotional: Im vorerst letzten Spiel vor Publikum in der MHP-Arena wurde den 750 Zuschauern einiges geboten. Im letzten Gruppenspiel der Basketball-Champions-League unterlagen die MHP-Riesen Ludwigsburg am Dienstagabend trotz starker Moral mit 60:71 gegen den BC Prometey. „Die Fans haben etwas für ihr Geld geboten bekommen“, resümierte Riesen-Trainer John Patrick.

Dabei hatte schon vor Spielbeginn festgestanden, dass die Riesen als Gruppensieger ins Achtelfinale einziehen, Prometey dagegen in die Zwischenrunde muss. „Das Spiel hat eigentlich nichts bedeutet, aber wir wollten gegen dieses starke Team gewinnen“, sagte Prometey-Guard Chris Dowe nach Spielende. So verzichteten die Riesen zwei Tage nach der knappen Bundesliga-Niederlage beim FC Bayern München auf Jordan Hulls und Tremmell Darden. Bei den Gästen stand Ex-Riese D.J. Kennedy zwar im Kader, wurde aber nach seinem herzlichen Empfang durch die Riesen-Fans nicht eingesetzt.

Die Gastgeber starteten spektakulär ins Spiel. Jonas Wohlfarth-Bottermann und Justin Simon besorgten mit zwei Dunks eine frühe 10:4-Führung. „Wenn man nicht genau so energisch spielt wie sie, verliert man mit 30 Punkten“, sagte Prometeys Dowe über das Riesen-Spiel. So blockte Jacob Patrick erst auf der einen Seite des Feldes Gegenspieler Oleksandr Lypovyy den Ball aus den Händen und versenkte auf der anderen Seite einen Dreier – 15:6. Erneut Patrick setzte den Schlusspunkt eines starken Ludwigsburger Auftaktviertels. Aus der Ecke versenkte er einen weiteren Dreier mit der Schlusssirene zum 20:12.

Doch die Gäste kamen im zweiten Viertel engagierter aufs Parkett. Während sich immer mehr Fehler ins Spiel der Riesen einschlichen, agierte Prometey nun klarer. Die Ukrainer kamen, angefeuert von 25 lautstarken Gästefans, immer näher heran. Gerade noch schafften es die Gelb-Schwarzen, einen Vorsprung von drei Zählern in die Halbzeit zu retten (34:31).

Nach nur zweieinhalb weiteren Minuten war allerdings der letzte Vorteil aus der starken Anfangsphase verpufft. Erst traf D‘Angelo Harrison aus der Ecke zum 36:36, kurz darauf stellte Sean Evans zur bei den rot-weiß gekleideten Fans umjubelten 38:36-Führung für die Gäste. Bei denen klappte in dieser Phase alles, was sie sich vornahmen.

Gerade einmal drei Punkte brachten dagegen die Gastgeber in den ersten sechs Minuten des Viertels aufs Tableau. Prometey lief indes heiß. Selbst ein Foulspiel von Jacob Patrick konnte Dowe nicht daran hindern, seinen zweiten Dreier in Serie zu versenken. Nach Dowes Vier-Punkt-Spiel erhöhten Harrison und Viacheslav Petrov jeweils per Dreier auf 53:39 gegen nun überforderte Riesen.

Geburtstagsvideo für Darden

Justin Simon konnte den Schaden bis zum letzten Viertel noch begrenzen. Dennoch ging es mit 45:59 in den Schlussabschnitt. Ans Aufgeben dachten die Riesen aber noch immer nicht. Jonah Radebaugh machte im Angriff direkt sieben Punkte in Serie. Dank starker Defensive kamen die Ludwigsburger so ins Spiel zurück.

Unter dem eigenen Korb blockte Wohlfarth-Bottermann Gegenspieler Lypovyy weg. Im Gegenzug versenkte Simon einen Korbleger zum 56:59. Die Riesen waren plötzlich wieder da. Doch Prometey blieb abgezockt. Auf den Ludwigsburger 11:0-Lauf antworteten die Rot-Weißen mit acht Punkten in Serie. Spätestens der Dreier von Dowe zwei Minuten vor Ende zum 69:56 entschied das Spiel. „Am Ende hatten sie aber mehr Energie als wir“, sagte Yorman Polas Bartolo. Sein Trainer hatte dafür Verständnis: „Ich kann verstehen, dass manche müde sind“, sagte Patrick.

Emotional wurde es nach Spielende. Anlässlich Dardens 40. Geburtstag vergangenen Freitag grüßten den sichtlich berührten Riesen-Forward seine Familie und ehemalige Weggefährten mit persönlichen Nachrichten auf dem Videowürfel.

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